Wenn Sie Ihr älteres Smartphone behalten, brauchen Sie keinen Tarif, der ein neues Gerät mitfinanziert. Prüfen Sie, ob es im Netz des Anbieters telefonieren und mobile Daten nutzen kann. Richten Sie das Datenvolumen nach Ihrem Verbrauch aus und vergleichen Sie Prepaid-, monatlich kündbare und Laufzeittarife.
Für Telefonate ist VoLTE wichtig: „Voice over LTE“ ermöglicht Anrufe über das LTE-Netz. Fehlt VoLTE, kann das Handy beim Telefonieren auf das ältere 2G-Netz zurückfallen.
Prüfen Sie Handy und Netz
Suchen Sie die genaue Modellbezeichnung Ihres Smartphones heraus. In den Herstellerangaben finden Sie, welche Mobilfunktechnik das Gerät unterstützt. Achten Sie darauf, dass es LTE unterstützt und im gewählten Netz über VoLTE telefonieren kann. Ein 5G-Tarif hilft einem Handy ohne 5G-Funktion nicht dabei, 5G zu nutzen.
3G ist in Deutschland seit 2021 abgeschaltet. Auch bei einem LTE-Handy sollten Sie VoLTE prüfen: Unterstützt es die Funktion nicht, kann es beim Telefonieren auf 2G wechseln. Die Netzbetreiber planen, 2G im Laufe des Jahres 2028 abzuschalten. Die genauen Zeitpläne unterscheiden sich: Die Telekom nennt voraussichtlich den Sommer, Vodafone den September und O₂ die zweite Jahreshälfte. Prüfen Sie deshalb beim Hersteller oder Anbieter, ob Ihr konkretes Modell für Telefonate über LTE freigeschaltet ist.
Prüfen Sie die Netzanzeige während eines Telefonats. Wechselt sie von LTE oder 4G zu E, Edge oder 2G, nutzt das Handy während des Gesprächs vermutlich nicht LTE. Damit erfahren Sie nicht sicher, ob Ihr Modell im gewählten Netz über LTE telefonieren kann. Der Test zeigt aber, was Sie beim Hersteller oder Anbieter nachfragen sollten.
Vergleichen Sie außerdem die Versorgung an den Orten, an denen Sie das Handy häufig nutzen, etwa zu Hause und am Arbeitsplatz. Die Mobilfunkkarte der Bundesnetzagentur zeigt eine Prognose für den Empfang im Freien. Wände und Gelände wirken sich auf den tatsächlichen Empfang aus. Auch die Netzauslastung und die vom Smartphone unterstützten Frequenzen beeinflussen ihn. Fragen Sie vor dem Tarifwechsel beim Anbieter nach, wenn die Kartenangaben oder die Modellkompatibilität unklar sind.
Prüfen Sie schließlich, ob die SIM-Karte zum Gerät passt. Ältere Smartphones verwenden oft eine physische SIM-Karte, während neuere Geräte zusätzlich oder ausschließlich eSIM unterstützen können. Eine eSIM ist eine digitale SIM-Karte, deren Daten im Handy gespeichert sind. Lassen Sie sich bei einem älteren Modell das passende Kartenformat bestätigen und verlassen Sie sich nicht ungeprüft auf eSIM-Unterstützung. Falls das Smartphone lange mit einem anderen Anbieter genutzt wurde, fragen Sie auch, ob es durch einen SIM-Lock an einen Anbieter gebunden ist.
Wählen Sie passendes Datenvolumen
Richten Sie das Datenpaket nach Ihrem bisherigen Verbrauch aus, nicht nach der größten verfügbaren Option. Die Einstellungen des Smartphones oder die App Ihres bisherigen Anbieters zeigen meist, wie viele mobile Daten Sie verbrauchen. Vergleichen Sie mehrere Abrechnungszeiträume. So schätzen Sie Ihren Bedarf nicht zu hoch ein, wenn Sie in einem Monat besonders viele Daten verbraucht haben.
Für gelegentliches Surfen, Nachrichten und E-Mails nennt die Verbraucherzentrale 2 bis 6 GB pro Monat als Orientierung. Häufiges Video-Streaming und Musik unterwegs erhöhen den Bedarf. Auch bildreiche soziale Medien verbrauchen mehr Daten. Die Verbraucherzentrale nannte in einem Beitrag vom Januar 2026 Pakete mit 8 bis über 20 GB als Orientierung für diese Nutzung. Diese Werte sind Richtwerte, keine Garantie, dass ein bestimmtes Paket für Sie reicht.
Wenn Sie fast nur telefonieren und SMS schreiben, benötigen Sie womöglich wenig mobile Daten. Wenn Sie unterwegs Karten oder Messenger nutzen, rechnen Sie deren Daten ebenso ein. Das gilt auch für E-Mails. Hintergrundaktualisierungen und Synchronisierungen verbrauchen ebenfalls Daten. App-Updates lassen sich in den Einstellungen auf WLAN beschränken.
Lesen Sie nach, was passiert, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist. Manche Tarife drosseln die Geschwindigkeit, andere erlauben kostenpflichtiges Nachbuchen oder aktivieren eine Datenautomatik. Prüfen Sie auch Roaming und Auslandstelefonate: Eine Allnet-Flat gilt nicht automatisch weltweit.
Vergleichen Sie Vertragsformen
Prepaid passt, wenn Sie Ihre Ausgaben eng kontrollieren und den Tarif flexibel anpassen möchten. Sie laden Guthaben im Voraus auf und buchen bei vielen Angeboten Datenpakete oder Flatrates dazu. Beachten Sie die Bedingungen bei längerer Nichtnutzung: Je nach Angebot kann die SIM-Karte nach ausbleibender Aufladung eingeschränkt oder gesperrt werden.
Ein monatlich kündbarer Tarif bietet ebenfalls Flexibilität, wird aber nach den Vertragsbedingungen abgerechnet. Bei einem Laufzeitvertrag vergleichen Sie den Gesamtpreis und die Mindestlaufzeit. Prüfen Sie außerdem einmalige Kosten und den Kündigungstermin. Da Sie Ihr Smartphone behalten, wählen Sie gezielt einen Tarif ohne mitfinanziertes Gerät, damit Sie nicht für ein unnötiges neues Handy zahlen.
Achten Sie beim Preisvergleich auf den Abrechnungsrhythmus. Ein Paket, das alle vier Wochen bezahlt wird, wird rechnerisch 13-mal pro Jahr abgebucht; ein monatlich abgerechneter Tarif 12-mal. Dafür erhalten Sie bei einem Vier-Wochen-Paket auch 13-mal im Jahr neues Datenvolumen. Vergleichen Sie deshalb die Jahreskosten und prüfen Sie, wann das Volumen erneuert wird.