Wenn Ihr Datenvolumen schneller sinkt als erwartet, gehören App- und Systemupdates über Mobilfunk zu den möglichen Ursachen. Auch automatisch geladene Fotos, Videos und E-Mail-Anhänge sowie Cloud-Sicherungen verbrauchen Daten im Hintergrund. Hintergrunddaten sind Daten, die eine App überträgt, während Sie sie nicht aktiv nutzen.
Stellen Sie automatische Downloads möglichst auf WLAN. Prüfen Sie außerdem, welche Apps wie viele mobile Daten verbrauchen. Installieren Sie Sicherheitsupdates trotzdem regelmäßig. Wer häufig unterwegs streamt, Dateien synchronisiert oder das Smartphone als Hotspot nutzt, braucht eher ein größeres Datenpaket als jemand, der vor allem Nachrichten liest und E-Mails schreibt.
Was Mobilfunkdaten im Hintergrund verbraucht
App-Updates sind nur eine mögliche Ursache für hohen Verbrauch. Messenger laden Fotos und Videos automatisch herunter, E-Mail-Apps holen Anhänge ab, und Cloud-Dienste gleichen Dateien oder Fotos mit dem Internet ab. Auch Musik oder Videos können weiterlaufen, wenn der Bildschirm gesperrt ist. Beim Synchronisieren zählen sowohl Downloads als auch Uploads zum verbrauchten Datenvolumen.
Prüfen Sie deshalb zuerst in den Einstellungen, welche Apps besonders viele mobile Daten verbrauchen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, den Verbrauch regelmäßig auf dem Smartphone oder in der App des Mobilfunkanbieters zu kontrollieren. Die Geräteanzeige und die Abrechnung des Anbieters können voneinander abweichen. Für Tarifgrenzen zählt daher auch der ausgewiesene Verbrauch beim Anbieter.
App-Updates über WLAN laden
Auf Android-Geräten finden Sie die Einstellung für automatische App-Updates im Google Play Store. Tippen Sie auf Ihr Profilbild und öffnen Sie Einstellungen → Netzwerkeinstellungen → Apps automatisch aktualisieren. Wählen Sie dort die Option, die Updates auf WLAN beschränkt. Welche Optionen angezeigt werden, hängt von der Play-Store-Version ab. Google weist außerdem darauf hin, dass Updates für Apps mit kritischen Sicherheitslücken unter bestimmten Umständen unabhängig von der gewählten Einstellung bereitgestellt werden.
Auf dem iPhone liegen die betreffenden Schalter unter Einstellungen → Apps → App Store. Prüfen Sie dort neben automatischen App-Updates auch Mobile Daten, automatische App-Downloads und das Laden von Inhalten in Apps. Jede dieser Einstellungen steuert etwas anderes. Wer automatische App-Updates einschränkt, stoppt damit nicht automatisch alle Downloads innerhalb anderer Apps.
Die Bezeichnungen und Menüpfade können sich nach Gerät und Softwareversion unterscheiden. Wenn Sie den genannten Punkt nicht finden, suchen Sie in den Einstellungen nach „Datenverbrauch“, „App Store“ oder „automatische Updates“.
Systemupdates getrennt prüfen
Betriebssystem-Updates und App-Updates sind voneinander unabhängig. Google empfiehlt, Pixel-Geräte vor einem Systemupdate mit einem WLAN zu verbinden. Bei anderen Android-Geräten unterscheiden sich die Menüs und Möglichkeiten je nach Hersteller und Softwareversion. Prüfen Sie die Einstellungen für Software- oder Systemupdates und installieren Sie bereitstehende Aktualisierungen, sobald eine passende WLAN-Verbindung verfügbar ist.
Beim iPhone laufen automatische iOS-Updates über WLAN, wenn das Gerät geladen und gesperrt ist. Bei bestimmten iPhone-Modellen und Mobilfunktarifen erlaubt die Datenmodus-Option „Mehr Daten über 5G erlauben“ auch iOS-Updates über Mobilfunk. Wenn Sie Daten sparen möchten, wählen Sie stattdessen den Datensparmodus, der automatische Updates und Hintergrundaktionen anhält, solange keine WLAN-Verbindung besteht.
Wenn Sie Updates dauerhaft abschalten, bleiben Sicherheitskorrekturen und Fehlerbehebungen länger aus. Begrenzen Sie stattdessen Downloads über Mobilfunk und installieren Sie Updates gezielt über WLAN.
Mobilfunkdaten einzelner Apps begrenzen
Auf Pixel-Geräten zeigt Einstellungen → Netzwerk & Internet → SIMs → App-Datennutzung, welche Apps Mobilfunkdaten verbraucht haben; dort können Sie auch eine Warnung oder ein Datenlimit festlegen. Bei anderen Android-Geräten heißen die Menüpunkte möglicherweise anders. Der Datensparmodus beschränkt bei den meisten Apps und Diensten die Hintergrunddaten auf WLAN. Apps, die Sie geöffnet haben, können weiterhin mobile Daten nutzen.
Auf dem iPhone sehen Sie die Nutzung einzelner Apps unter Einstellungen → Mobilfunk. Dort können Sie mobile Daten für einzelne Apps ausschalten. Einige Systemdienste erscheinen zwar in der Verbrauchsanzeige, lassen sich dort aber nicht einzeln sperren.
Wenn eine App besonders viel verbraucht, prüfen Sie ihre eigenen Einstellungen. Bei Messengern lässt sich häufig festlegen, ob Fotos und Videos automatisch geladen werden. Bei Cloud-Diensten können Sie automatische Sicherungen auf WLAN beschränken. Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Gerät bei einer schwachen oder gestörten WLAN-Verbindung automatisch auf Mobilfunk umschaltet. Die Einstellung dafür unterscheidet sich je nach Gerät.
Wann ein größeres Datenpaket passt
Die Verbraucherzentrale nennt 2 bis 6 GB pro Monat als Orientierung für gelegentliches Surfen, Chatten und E-Mails. Häufiges Video- oder Musikstreaming und soziale Netzwerke mit vielen Videos sprechen eher für ein größeres Datenpaket. Auch regelmäßige Foto-Sicherungen unterwegs und die Nutzung des Smartphones als Hotspot erhöhen den Bedarf.
Als grober Vergleich lag der durchschnittliche Mobilfunkverbrauch 2025 laut Bundesnetzagentur bei 8,4 GB pro aktivem SIM-Profil und Monat. Dieser Durchschnitt beschreibt weder den Verbrauch einer einzelnen Person noch den Anteil von Updates. Er taugt deshalb nicht als persönliche Tarifempfehlung. Wie viele Daten Updates verbrauchen, hängt unter anderem von Gerät, installierten Apps und Update-Häufigkeit ab; eine allgemeingültige Monatszahl gibt es dafür nicht.
Prüfen Sie vor einem Tarifwechsel Ihren Verbrauch über mehrere Abrechnungszeiträume und vergleichen Sie ihn mit dem enthaltenen Datenvolumen. Sehen Sie auch nach, was passiert, wenn das Inklusivvolumen aufgebraucht ist: Je nach Vertrag wird die Verbindung gedrosselt oder es entstehen Kosten für zusätzliches Datenvolumen.