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Mobiles Internet für den Laptop: Surf-Stick oder Hotspot?

Für Mails im Café, Arbeiten unterwegs oder Streaming im Zug braucht das Notebook eine mobile Internetverbindung. Drei Wege führen dorthin: USB-Surf-Stick, fest eingebautes LTE-Modul oder mobiler WLAN-Hotspot (MiFi). Welche Lösung passt, hängt davon ab, wie viel Sie unterwegs surfen, ob Sie mehrere Geräte verbinden möchten und wie flexibel Sie bei der Hardware sein wollen.

Die drei Gerätetypen im Vergleich

Die Technik hinter allen drei Varianten ist ähnlich. Sie brauchen eine SIM-Karte mit einem Datentarif und ein Gerät, das das Mobilfunknetz für Ihren Laptop nutzbar macht. Die Unterschiede liegen in der Bauform, der Flexibilität und der Stromversorgung.

Der USB-Surf-Stick

Der klassische LTE-Surf-Stick ist ein kleiner USB-Stick, den Sie direkt in den Laptop stecken. Er funktioniert wie ein Mini-Modem. Sie stecken die SIM-Karte in den Stick, stecken den Stick in den Laptop, und nach kurzer Zeit erscheint die Verbindung im Netzwerkmenü des Betriebssystems. Die meisten Sticks arbeiten nach dem Plug-and-play-Prinzip. Das heißt, Windows oder macOS installieren die nötigen Treiber automatisch. Sie müssen nichts einrichten, sondern nur das Mobilfunknetz auswählen.

Der Vorteil ist klar: Ein Surf-Stick ist in der Anschaffung oft günstig, und Sie können ihn an jedem Laptop mit USB-Anschluss verwenden. Der Nachteil ist die Bindung an das Gerät. Sie können den Stick nicht einfach an mehrere Geräte gleichzeitig verteilen, und er belegt einen USB-Port, der bei schlanken Notebooks manchmal Mangelware ist. Außerdem hängt die Verbindungsqualität stark davon ab, wie gut der Stick das Mobilfunksignal empfängt. Bei schwachem Empfang hilft ein Verlängerungskabel, das den Stick näher ans Fenster bringt.

Das integrierte LTE-Modul

Viele Business-Notebooks und einige Oberklasse-Geräte haben ein fest eingebautes LTE-Modul. Das ist ein kleines Bauteil im Inneren des Laptops, das direkt mit dem Mobilfunknetz kommuniziert. Sie müssen nichts einstecken. Sie legen nur eine SIM-Karte in den dafür vorgesehenen Slot im Gehäuse oder Akkufach ein. Danach steht die mobile Verbindung im Netzwerkmenü zur Verfügung, genau wie bei einem Surf-Stick.

Der große Vorteil ist die Unabhängigkeit: Sie brauchen kein zusätzliches Gerät mitzuschleppen, und der Laptop wird nicht durch einen abstehenden USB-Stick belastet. Der Nachteil ist die mangelnde Flexibilität. Ein fest verbautes Modul lässt sich meist nicht nachrüsten, wenn der Hersteller es nicht vorgesehen hat. Außerdem zahlen Sie bei der Anschaffung eines solchen Laptops einen spürbaren Aufpreis, auch wenn Sie die Mobilfunkfunktion vielleicht nur selten nutzen. Wenn Sie ohnehin einen neuen Laptop kaufen und regelmäßig unterwegs arbeiten, kann sich das lohnen. Für alle anderen ist ein externer Stick oder Hotspot meist die günstigere Wahl.

Der mobile WLAN-Hotspot

Ein mobiler WLAN-Hotspot, oft auch MiFi genannt, ist ein kleines, eigenständiges Gerät mit Akku. Es nimmt eine SIM-Karte auf und erzeugt daraus ein WLAN-Netz. Sie schalten den Hotspot ein, verbinden Ihren Laptop per WLAN damit, und schon haben Sie Internet. Der entscheidende Unterschied zu Surf-Stick und integriertem Modul: Der Hotspot kann mehrere Geräte gleichzeitig versorgen. Sie können also parallel mit dem Laptop arbeiten, das Tablet auf dem Schoß haben und das Smartphone aufladen, ohne dass die Verbindung abreißt.

Dafür müssen Sie ein zusätzliches Gerät aufladen und mitnehmen. Die Akkulaufzeit ist je nach Modell unterschiedlich und begrenzt, sodass Sie das Gerät regelmäßig aufladen müssen. Die Anschaffungskosten sind je nach Ausstattung unterschiedlich: Einfache Modelle sind günstig, gute Geräte mit langer Akkulaufzeit und schnellem LTE kosten entsprechend mehr. Wenn Sie ohnehin ein Smartphone mit guter Hotspot-Funktion besitzen, können Sie sich das Gerät sparen und einfach die WLAN-Freigabe des Handys nutzen. Das leert allerdings den Akku des Smartphones schneller als ein separater Hotspot.

Datenvolumen richtig planen

Der wichtigste Punkt bei der Tarifwahl ist nicht das Gerät, sondern das Datenvolumen. Das ist die Menge an mobilen Daten, die Sie pro Monat verbrauchen dürfen, bevor der Anbieter die Geschwindigkeit drosselt oder zusätzliches Datenvolumen verkauft. Für Notebooks gilt: Der Verbrauch ist oft höher als beim Smartphone, weil Sie unterwegs häufiger große Dateien laden, Videokonferenzen führen oder Streams schauen.

Der Datenverbrauch hängt von der Nutzung ab: Normales Surfen und E-Mail-Abruf verbrauchen wenig, Videostreaming und Videokonferenzen deutlich mehr. Wenn Sie also gelegentlich unterwegs arbeiten, kommt ein kleineres Datenvolumen meist aus. Wenn Sie regelmäßig Videos schauen oder große Updates laden, sollten Sie ein größeres Datenvolumen wählen.

Die Preise für solche Tarife sind in den letzten Jahren stark gesunken. Sie sollten sich nicht an einzelnen Beispielen orientieren, sondern an Ihrem tatsächlichen Verbrauch und den aktuellen Angeboten der Anbieter. Ein Blick in die Preisvergleiche der Verbraucherzentralen oder auf die Websites der Netzbetreiber lohnt sich, bevor Sie einen Vertrag abschließen.

Wann welche Lösung sinnvoll ist

Die Wahl hängt von Ihrem Alltag ab. Wenn Sie nur ab und zu im Café oder in der Bahn arbeiten und ohnehin ein Smartphone mit guter Hotspot-Funktion besitzen, brauchen Sie kein zusätzliches Gerät. Die WLAN-Freigabe des Handys reicht völlig aus, Sie müssen nur darauf achten, dass der Akku durchhält. Ein separater Hotspot lohnt sich erst, wenn Sie regelmäßig mehrere Stunden am Stück arbeiten oder mehrere Geräte gleichzeitig verbinden möchten, ohne dass das Handy leer wird.

Ein Surf-Stick ist dann die richtige Wahl, wenn Sie ein älteres Notebook ohne integriertes Modul besitzen, nur einen Laptop verbinden möchten und Wert auf geringe Anschaffungskosten legen. Er ist auch praktisch, wenn Sie das Gerät an verschiedenen Orten einsetzen, zum Beispiel im Büro und zu Hause, und einfach nur die SIM-Karte wechseln möchten. Der Nachteil des USB-Sticks tritt bei schwachem Empfang auf: Ohne Verlängerungskabel kann die Verbindung abbrechen, weil der Stick im USB-Port keine optimale Position hat.

Ein integriertes LTE-Modul ist die bequemste, aber auch teuerste Lösung. Sie lohnt sich vor allem für Vielfahrer, die keinen zusätzlichen Akku laden möchten und bereit sind, für den Komfort zu zahlen. Wenn Sie sich für einen Laptop mit integriertem Modul entscheiden, achten Sie darauf, dass das Gerät den aktuellen LTE-Standard unterstützt, damit Sie auch in den kommenden Jahren schnelle Verbindungen nutzen können.