Mit oder ohne Smartphone

Tarif fürs Zweithandy: Günstige Optionen für Notfall- und Ersatzgeräte

Wenn Sie ein Zweithandy selten nutzen, verbraucht es meist kaum Daten und Sie telefonieren nur wenig. Dazu passt ein Prepaid-Tarif ohne monatlichen Paketpreis. Wenn andere Sie unter der Rufnummer zuverlässig erreichen müssen, sind die Kosten mit einem kleinen Paket oder einem monatlich kündbaren Vertrag besser planbar. Eine Prepaid-SIM bleibt allerdings nicht unbegrenzt aktiv.

Wichtig ist, ob Sie mit dem Zweithandy nur gelegentlich selbst telefonieren oder ob andere Sie unter dieser Rufnummer erreichen sollen. Die Preisbeispiele entsprechen dem Stand vom 21. Oktober 2026. Prüfen Sie vor dem Abschluss die aktuellen Tarifbedingungen.

Drei Tarifmodelle fürs Zweithandy

Tarifmodell Beispielkosten Passt, wenn … Achten Sie auf …
Prepaid ohne Paketpreis Vodafone CallYa Classic: 9 Cent je Minute und SMS, 3 Cent je Megabyte Sie nur selten telefonieren oder SMS senden Datenkosten und mögliche Deaktivierung bei längerer Inaktivität
Prepaid mit kleinem Datenpaket congstar Prepaid Wie ich will: 1 GB für 2 Euro je 4 Wochen; Telefonie und SMS nach Nutzung jeweils 9 Cent Sie ein kleines Datenpolster möchten und flexibel bleiben wollen Der Paketpreis fällt alle vier Wochen an, nicht einmal pro Kalendermonat
Monatlich kündbarer Vertrag sim.de: ab 6,99 Euro monatlich für 25 GB im genannten Angebot Sie eine feste Monatsrechnung möchten und das Gerät regelmäßig erreichbar sein soll Sie zahlen auch dann, wenn das Gerät ungenutzt bleibt
Vertrag mit Mindestlaufzeit sim.de: 1 GB für 5,99 Euro monatlich, dazu 19,99 Euro Bereitstellungspreis und 24 Monate Mindestlaufzeit Sie das Gerät langfristig nutzen und die Bindung akzeptieren Monatspreis, Einmalkosten und Laufzeit zusammenrechnen

Die Angebote enthalten unterschiedliche Leistungen. Vergleichen Sie sie deshalb nicht nur nach dem Monatspreis. Prüfen Sie auch, wie Telefonate, SMS, Daten und die Nutzung im Ausland abgerechnet werden und ob das zu Ihrem Zweithandy passt.

Wann sich Prepaid lohnt

Bei sehr seltener Nutzung ist ein Prepaid-Tarif ohne Paketpreis oft am günstigsten: Sie zahlen nur für geführte Gespräche, SMS und gegebenenfalls Daten. Mobile Daten verursachen zusätzliche Kosten. Schalten Sie sie deshalb aus, wenn das Gerät sie nicht braucht, oder begrenzen Sie die Datennutzung in den Einstellungen.

Ein kleines Paket macht die Kosten berechenbarer, erzeugt aber regelmäßige Ausgaben. Bei congstar kostet die 1-GB-Option 2 Euro je vier Wochen. Wer sie das ganze Jahr durchgehend bucht, zahlt rechnerisch 26 Euro: 52 Wochen geteilt durch vier ergeben 13 Abrechnungszeiträume. Telefonate und SMS kosten im Beispiel zusätzlich jeweils 9 Cent, sofern Sie keine entsprechende Flatrate buchen.

Anbieter können Prepaid-Karten nach längerer Inaktivität deaktivieren. Die Fristen unterscheiden sich je nach Anbieter. Prüfen Sie deshalb die Bedingungen Ihrer SIM-Karte und testen Sie regelmäßig, ob sie noch aktiv ist. Guthaben auf der Karte bedeutet nicht automatisch, dass die SIM noch erreichbar ist.

Wann ein Vertrag besser passt

Ein kleiner, monatlich kündbarer Vertrag passt, wenn andere Sie zuverlässig auf dem Zweithandy erreichen müssen und Sie sich nicht um Aufladungen oder den Guthabenstand kümmern möchten. Der feste Preis bleibt auch in Monaten fällig, in denen Sie das Gerät nicht nutzen. Das genannte sim.de-Angebot für 6,99 Euro monatlich enthält 25 GB Datenvolumen und eine Telefonie- und SMS-Flatrate. Für ein Gerät, das meist nur bereitliegt, kann das mehr Leistung sein als nötig.

Ein niedriger Monatspreis allein sagt noch nicht, ob der Vertrag insgesamt günstig ist. Beim genannten 1-GB-Angebot kommen zum Preis von 5,99 Euro monatlich eine Bereitstellungsgebühr von 19,99 Euro und eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten hinzu. Vergleichen Sie deshalb die Gesamtkosten über die geplante Nutzungsdauer und überlegen Sie, ob Sie die lange Bindung eingehen möchten.

Notruf und Erreichbarkeit mit dem Zweithandy

Wenn Sie das Zweithandy nur für selbst geführte Anrufe im Notfall bereithalten, kann ein nutzungsabhängiger Tarif ohne Paketpreis passen. Dafür muss die SIM-Karte aktiv sein und das Telefon funktionieren. Halten Sie das Gerät geladen und testen Sie gelegentlich einen gewöhnlichen Anruf.

Die 112 ersetzt keine normale Erreichbarkeit unter einer Rufnummer. Sie ist für Notfälle bestimmt. Nach Angaben der Bundesnetzagentur benötigen Mobiltelefone für Notrufe eine eingelegte Mobilfunkkarte. Ob eine bestimmte Prepaid-SIM bei fehlendem Guthaben noch eingehende Anrufe annimmt, hängt vom Tarif ab. Klären Sie diesen Punkt beim Anbieter, wenn andere Sie über das Zweithandy erreichen müssen.

Den Tarif fürs Zweithandy wählen

Wenn Sie das Zweithandy nur selten selbst nutzen, schalten Sie mobile Daten ab und wählen Sie einen Tarif ohne monatlichen Paketpreis. Kontrollieren Sie die Aktivitätsregeln der SIM-Karte und halten Sie sie durch die beim Anbieter vorgesehenen Schritte aktiv.

Wenn andere Sie regelmäßig auf dem Zweithandy erreichen sollen, wählen Sie ein kleines Paket oder einen monatlich kündbaren Vertrag. Vergleichen Sie, wie oft der Anbieter abrechnet, welche Einmalkosten anfallen und was bei längerer Inaktivität passiert. Rufen Sie anschließend von einem anderen Telefon aus an, um zu prüfen, ob die Rufnummer erreichbar ist.