Für Nachrichten, E-Mails und gelegentliches Nachschlagen unterwegs reicht oft ein kleiner Datentarif. Entscheidend ist, wie viele Daten Sie unterwegs über das Mobilfunknetz nutzen. Daten, die Sie im WLAN verbrauchen, zählen normalerweise nicht zum mobilen Datenvolumen.
Für gelegentliches Surfen, Chats und E-Mails gibt die Verbraucherzentrale 2 bis 6 GB im Monat als Richtwert an. Häufige Videos, Videoanrufe und Downloads unterwegs erhöhen den Bedarf deutlich. Prüfen Sie Ihren Verbrauch über mehrere typische Monate, bevor Sie einen Tarif wählen.
Was mobile Daten verbraucht
Textnachrichten brauchen meist wenig Daten. Nach Angaben der Verbraucherzentrale ist eine WhatsApp-Textnachricht nur wenige Kilobyte groß; ein Bild kann je nach Auflösung etwa 1 MB erreichen. Videos und automatische Downloads fallen stärker ins Gewicht.
Netflix nennt für seine eigenen Einstellungen etwa sechs Stunden pro GB im Datensparmodus. Bei hoher Auflösung steigt der Verbrauch laut Netflix auf bis zu 3 GB pro Stunde in HD und bis zu 7 GB pro Stunde in 4K. Diese Angaben gelten für Netflix. Bei anderen Diensten und Einstellungen fällt der Verbrauch anders aus. Schon einige Stunden Video können daher einen großen Teil eines kleinen Monatspakets aufbrauchen.
Musik und Radio benötigen weniger Daten als Videos, summieren sich aber bei langem Hören. Ein Radiostream mit 128 kbit/s verbraucht laut radio.net rund 70 MB pro Stunde. Für Navigation reicht meist ein kleineres Paket. In Google Maps können Sie Kartenbereiche vorab herunterladen; Verkehrsinformationen und einige andere Funktionen stehen offline allerdings nicht zur Verfügung.
| Ihr Nutzungsprofil unterwegs | Einschätzung |
|---|---|
| Nachrichten, E-Mails, gelegentliche Websuche und Navigation; Videos meist über WLAN | 2 bis 6 GB können als Orientierung passen. |
| Regelmäßig surfen, soziale Medien nutzen, Musik hören und gelegentlich kurze Videos ansehen | Prüfen Sie zuerst den eigenen Verbrauch. Ein mittleres Paket kann passen, wenn diese Nutzung regelmäßig über Mobilfunk läuft. |
| Häufig Filme oder Live-TV streamen, Videoanrufe führen oder Videos hochladen | Ein kleines Paket wird schnell knapp. Wählen Sie anhand Ihres gemessenen Verbrauchs und der tatsächlichen Streamingqualität. |
Die Bundesnetzagentur meldete für 2025 durchschnittlich 8,4 GB je aktivem SIM-Profil und Monat. In diesem Durchschnitt stecken sehr unterschiedliche Nutzungsgewohnheiten. Er ist keine persönliche Tarifempfehlung und sagt wenig darüber aus, ob Ihnen 2 GB reichen oder Sie regelmäßig deutlich mehr benötigen.
Eigenen Datenverbrauch prüfen
Sehen Sie in der App oder im Kundenportal Ihres Mobilfunkanbieters nach, wie viel Datenvolumen Sie in den vergangenen Abrechnungsmonaten genutzt haben. Vergleichen Sie mehrere typische Monate, auch solche mit längeren Pendelwegen. Berücksichtigen Sie Urlaub und Phasen mit zeitweise schlechtem WLAN ebenfalls. Ein einzelner besonders sparsamer Monat bildet Ihren normalen Bedarf nicht unbedingt ab.
Auf iPhones und Android-Geräten zeigt die Verbrauchsanzeige, welche Apps besonders viele mobile Daten verbrauchen. Smartphone und Anbieter können unterschiedliche Zeiträume oder Messwerte anzeigen. Für den Abrechnungszeitraum Ihres Tarifs ist deshalb die Anzeige des Anbieters maßgeblich. Auf dem Smartphone sehen Sie vor allem, welche Apps viele Daten verbrauchen.
Achten Sie besonders auf Video-Apps, Musikdienste, Videoanrufe, Hotspot-Nutzung und automatische Hintergrundaktivitäten. Wenn eine App den Verbrauch stark erhöht, prüfen Sie, ob Sie Downloads auf WLAN beschränken oder die Videoqualität senken können. Wenn Sie mehrere Monate lang viel verbrauchen, reicht ein kleineres Paket wahrscheinlich nicht.
Wann ein kleines Datenpaket reicht
Ein kleines Paket passt, wenn Sie unterwegs hauptsächlich schreiben, E-Mails lesen, Webseiten aufrufen und gelegentlich navigieren. Videos und größere Downloads nutzen Sie dann überwiegend im WLAN. Für gelegentliches Surfen, Chats und E-Mails nennt die Verbraucherzentrale 2 bis 6 GB monatlich als Orientierung.
Telefonieren und SMS benötigen kein zusätzliches Datenvolumen, wenn mobile Daten ausgeschaltet sind. Das gilt allerdings nur, solange Sie keine internetbasierten Funktionen wie Karten, Messenger oder E-Mail über das Mobilfunknetz nutzen. Auch Hintergrunddaten können anfallen, wenn Apps Inhalte synchronisieren oder aktualisieren.
Wann Sie mehr Datenvolumen brauchen
Ein mittleres Paket passt, wenn Sie unterwegs regelmäßig soziale Medien nutzen, Musik oder Radio hören und gelegentlich Videos ansehen. Eine feste GB-Grenze für „mittlere Nutzung“ gibt es nicht. Entscheidend sind die Dauer und Qualität des Streamings sowie die Zeit, die Sie ohne WLAN verbringen.
Bei häufigem Video-Streaming sollten Sie mit deutlich höherem Verbrauch rechnen. Neben Netflix nennt etwa Zattoo für das eigene TV-Streaming bis zu 1,3 GB pro Stunde in SD, 2,2 GB in HD und 3,5 GB in Full HD. Solche Werte gelten jeweils für den genannten Dienst und dessen Qualitätseinstellungen. Sie lassen sich nicht pauschal auf alle Streaming-Apps übertragen.
Videoanrufe und das Hochladen von Videos erhöhen den Verbrauch ebenfalls. Wie viele Daten dabei anfallen, hängt vom Dienst und den Einstellungen ab. Prüfen Sie deshalb die App-Anzeige Ihres Smartphones, wenn solche Aktivitäten zu Ihrem Alltag gehören.
Datenverbrauch senken
Oft genügt es, große Downloads und Updates nur über WLAN zu laden, um den Verbrauch zu senken. Laden Sie Musik oder Karten zu Hause herunter, wenn der jeweilige Dienst Offline-Nutzung unterstützt. Bei Spotify können Sie Downloads auf WLAN begrenzen; die geringere Audioqualität und der Datensparmodus senken den Verbrauch zusätzlich.
Bei Netflix lässt sich eine datensparende Einstellung für die mobile Nutzung wählen. Kontrollieren Sie bei häufig genutzten Apps die automatische Wiedergabe von Videos und die Qualitätseinstellungen. Bei Videoanrufen spart die Nutzung von WLAN Datenvolumen; ohne Bild fällt weniger Datenverkehr an als mit eingeschalteter Kamera.
Klären Sie vor Vertragsabschluss, was passiert, wenn das Inklusivvolumen aufgebraucht ist. Manche Tarife drosseln die Geschwindigkeit. Andere bieten kostenpflichtige Zusatzpakete an oder buchen automatisch zusätzliches Datenvolumen hinzu. Diese automatische Buchung heißt Datenautomatik. In den Tarifbedingungen steht, ob Ihre Verbindung langsamer wird oder zusätzliche Kosten entstehen.