Vertrag oder Prepaid

Flexibler Bedarf: Wann lohnt sich Prepaid mit monatlichem Wechsel?

Wenn Sie im Urlaub, bei einem Projekt oder zu einer bestimmten Jahreszeit mehr Datenvolumen brauchen, ist Prepaid mit wechselbaren Paketen eine passende Option. Sie laden Guthaben im Voraus auf und buchen in Monaten mit hohem Bedarf ein größeres Paket. Prüfen Sie, wann Sie wechseln können und was mit bereits bezahltem Entgelt geschieht.

„Monatlich“ bedeutet nicht immer zwölf Abrechnungen pro Jahr: Manche Pakete gelten vier Wochen. Achten Sie deshalb auf Preis, Abrechnungsrhythmus, automatische Verlängerung und Wechselregeln.

Wann Prepaid gut passt

Prepaid lohnt sich besonders, wenn Ihr Bedarf nur gelegentlich und deutlich steigt. Für einzelne Urlaubsmonate oder eine Saison können Sie ein größeres Paket buchen und später wieder auf ein kleineres wechseln. Ist Ihr Verbrauch dagegen fast jeden Monat gleich, zählt vor allem der Vergleich von Preis, Datenvolumen und Netzempfang.

Prüfen Sie zuerst, ob ein Zusatzpaket für die Monate mit höherem Bedarf reicht. Wenn Ihr normaler Tarif in den übrigen Monaten genügt, ist das oft übersichtlicher. Achten Sie darauf, wie lange das Zusatzpaket gilt und ob es sich automatisch verlängert. Ein Paket, das nach vier Wochen weiterläuft, braucht unter Umständen eine rechtzeitige Kündigung.

Was beim Tarifwechsel passiert

Prepaid-Tarife regeln den Wechsel unterschiedlich. Bei bestimmten Telekom-Prepaid-Tarifen schreibt der Anbieter einen bereits gezahlten Betrag laut eigener Angabe Ihrem Guthaben gut und rechnet ihn auf den neuen Tarif an. Beim Telekom-Jahrestarif wird der vorausgezahlte Preis dagegen nicht erstattet. Dort empfiehlt die Telekom, erst kurz vor der nächsten Abbuchung zu wechseln.

Auch Zusatzpakete können sich anders verhalten als der Grundtarif. Bei bestimmten O₂-Packs wird das neue Pack sofort aktiv, während das alte bis zum Ende seines Abrechnungszeitraums weiterläuft. So zahlen Sie vorübergehend für beide. Lesen Sie daher vor der Buchung nach, ob das alte Paket mit dem Wechsel endet oder parallel weiterläuft. Prüfen Sie auch, ob bereits gezahltes Geld berücksichtigt wird.

Was Vier-Wochen-Pakete kosten

Ein Vier-Wochen-Paket läuft nicht einen Kalendermonat, sondern 28 Tage. Dadurch entstehen innerhalb eines Jahres 13 Abrechnungszeiträume. Bei einem rein beispielhaften Preis von 10 Euro pro Vier-Wochen-Paket ergeben sich 130 Euro im Jahr. Ein Paket für 10 Euro pro Kalendermonat kostet über zwölf Monate 120 Euro.

Vergleichen Sie dabei auch das enthaltene Datenvolumen: Bei einem Vier-Wochen-Rhythmus erhalten Sie ebenfalls 13-mal neues Volumen. Ein niedrigerer Einzelpreis sagt daher allein wenig über das bessere Angebot aus. Entscheidend sind die Jahreskosten und die Leistung, die Sie tatsächlich nutzen.

Wann ein monatlich kündbarer Vertrag passt

Ein Vertrag, der vom ersten Monat an kündbar ist, kann passen, wenn Sie länger als nur einzelne Monate mehr Daten brauchen oder lieber monatlich abgerechnet werden möchten. Prüfen Sie trotzdem, ob Sie auch die Tarifgröße monatlich senken dürfen. Kündigungsfreiheit bedeutet nicht automatisch, dass ein Anbieter jeden Wechsel in einen kleineren Tarif erlaubt.

Für die anfängliche Mindestlaufzeit gelten andere Regeln als für die Kündigung nach einer Vertragsverlängerung. Die Mindestlaufzeit darf höchstens 24 Monate betragen; Anbieter müssen auch einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten Laufzeit anbieten. Wenn sich der Vertrag automatisch verlängert, können Sie ihn mit einer Frist von einem Monat kündigen. Ein Vertrag, der von Beginn an monatlich kündbar ist, lässt sich bereits während der anfänglichen Laufzeit monatlich kündigen.

Lesen Sie deshalb im Angebot nach, ob eine Mindestlaufzeit gilt und wann die Kündigungsfrist beginnt. Prüfen Sie außerdem, ob ein Tarifwechsel nach unten möglich ist. Anbieter können einen Wechsel in einen größeren Tarif erlauben, aber die spätere Rückkehr in einen kleineren Tarif einschränken.

Den Tarifwechsel planen

Prüfen Sie vor jeder Änderung den Start und das Ende Ihres Abrechnungszeitraums im Kundenkonto oder in den Tarifunterlagen. Bei einem Vier-Wochen-Paket verschiebt sich der Verlängerungstag im Lauf des Jahres gegenüber dem Kalendermonat.

Klären Sie anschließend, wann der neue Tarif gilt und ob das bisherige Paket weiterläuft. Bei automatisch verlängerten Zusatzoptionen notieren Sie sich die Kündigungsfrist und kontrollieren Sie die Bestätigung der Deaktivierung. Sorgen Sie außerdem für genügend Prepaid-Guthaben, falls der Anbieter den Paketpreis automatisch abbucht.

Wenn Sie den Anbieter wechseln, prüfen Sie die Kündigungsfrist frühzeitig. Bei einem bestehenden Vertrag empfiehlt die Bundesnetzagentur, den Wechsel möglichst früh zu starten, idealerweise drei Monate vor Vertragsende. Sie können Ihre Mobilfunknummer auch vor Vertragsende mitnehmen; die Zahlungspflicht aus dem alten Vertrag endet dadurch nicht. Damit Sie Ihre Rufnummer mitnehmen können, müssen Ihre Kundendaten beim alten und neuen Anbieter übereinstimmen.

So vergleichen Sie die Jahreskosten

Rechnen Sie die Kosten für zwölf Monate durch: Setzen Sie für Monate mit geringem Bedarf den kleinen Tarif an und für Spitzenmonate das größere Paket oder Zusatzvolumen. Bei Vier-Wochen-Paketen berücksichtigen Sie bis zu 13 Abbuchungen. Bei einem flexiblen Vertrag rechnen Sie Grundgebühr, Kündigungsfrist und mögliche Mindestlaufzeit ein. Ein Jahrestarif verlangt einen eigenen Blick auf Vorauszahlung und Folgen eines vorzeitigen Wechsels.

Vergleichen Sie bei allen Optionen denselben Leistungsumfang. Datenvolumen und Telefonie beeinflussen den Wert eines Tarifs. Hinzu kommen die Nutzung im EU-Ausland und der Empfang an Ihren üblichen Aufenthaltsorten. Ein günstiger Paketpreis hilft wenig, wenn das Netz dort, wo Sie es brauchen, nicht ausreicht.