Für Telefonate und SMS mit einem einfachen Handy brauchen Sie kein Datenvolumen. Vergleichen Sie die Preise pro Gesprächsminute und SMS mit dem Preis eines passenden Pakets. Prüfen Sie auch, ob mobile Daten Kosten verursachen und Ihr Handy noch im Mobilfunknetz telefonieren kann.
Ein Tarif ohne Grundgebühr kann sich bei seltener Nutzung lohnen. Bei vielen Telefonaten oder SMS ist ein Paket möglicherweise günstiger. Vergleichen Sie die Kosten anhand Ihrer tatsächlichen Nutzung und schalten Sie mobile Daten aus, wenn Sie unterwegs keine Online-Funktionen nutzen.
Was Anrufe, SMS und Roaming kosten
Für die normale Nutzung reichen Anrufe und SMS in deutsche Festnetz- und Mobilfunknetze. Sie zahlen entweder für jede Gesprächsminute und SMS einzeln oder einen monatlichen oder vierwöchentlichen Paketpreis. Achten Sie darauf, welche Ziele eine Flat einschließt: Sonderrufnummern sind häufig ausgenommen oder kosten extra.
Prüfen Sie auch den Grundpreis und die Laufzeit. Ein Prepaid-Paket gilt oft vier Wochen und damit kürzer als ein Kalendermonat. Wenn Sie Ihr Handy nur gelegentlich nutzen, kann ein Tarif ohne regelmäßigen Paketpreis besser passen. Bei häufiger Nutzung bietet eine Flat mehr Kostensicherheit.
Roaming bezeichnet die Nutzung eines Mobilfunknetzes im Ausland. Es ist relevant, wenn Sie Ihr Handy dort verwenden. Prüfen Sie vor der Reise die Preise für Anrufe und SMS sowie die Regeln für Datennutzung. Ein Tarif, der in Deutschland passt, gilt im Ausland nicht automatisch zu denselben Bedingungen.
Wann ein Tarif ohne Datenvolumen reicht
Auf eine Internet-Flat können Sie verzichten, wenn Sie unterwegs weder im Browser surfen noch Messenger, E-Mail oder andere Online-Dienste nutzen. Telefonieren und SMS schreiben benötigen kein gebuchtes Datenpaket.
Ein Prepaid-Basistarif, bei dem jede Gesprächsminute und SMS einzeln berechnet wird, kann für wenige Anrufe und Nachrichten ausreichen. Als zeitlich begrenztes Beispiel kosteten im O₂-Preisblatt vom Januar 2026 eine Gesprächsminute und eine SMS jeweils 9 Cent. Bei vielen Gesprächen lohnt sich der Vergleich mit einem Paket: Das damalige O₂-Prepaid-S-Paket kostete 9,99 Euro für vier Wochen und enthielt eine Flat für Anrufe und SMS. Bei 9 Cent pro Minute oder SMS entspricht der Paketpreis rechnerisch rund 111 Einheiten. Der Vergleich gilt nur für diese Preise.
Auch ein Tarif ohne gebuchtes Datenvolumen sperrt mobile Daten nicht unbedingt. Beim O₂-Basistarif war im Januar 2026 beispielsweise eine Tagesoption für 1,49 Euro je 150 MB aufgeführt. Schon eine Datennutzung kann dort Kosten auslösen. Prüfen Sie deshalb, wie der Anbieter mobile Daten abrechnet. Fragen Sie auch, ob er mobile Daten für Ihren Anschluss im Mobilfunknetz sperren kann.
So vermeiden Sie Zusatzkosten
Schalten Sie mobile Daten in den Einstellungen Ihres Handys aus, wenn Sie keine Online-Dienste benötigen. Die Einstellung am Handy und eine Sperre des Anbieters im Mobilfunknetz sind zwei verschiedene Maßnahmen. Fragen Sie beim Anbieter, ob eine Datensperre für Ihren Tarif verfügbar ist.
Rufen Sie unbekannte kostenpflichtige Nummern nicht ungeprüft zurück. Eine normale Telefon-Flat umfasst nicht automatisch Sonderrufnummern, etwa aus den Bereichen 0900, 0180 oder 0137. Der Mobilfunkanbieter kann auch eine Drittanbietersperre einrichten. Sie verhindert, dass bestimmte Dienste anderer Anbieter über Ihre Mobilfunkrechnung abgerechnet werden. Sie blockiert dann allerdings auch gewollte Zahlungen dieser Art.
Prepaid erleichtert die Kostenkontrolle, weil Sie Guthaben vorab aufladen. Bei automatischer Aufladung haben Sie weniger Kontrolle über Ihre Ausgaben. Prüfen Sie, ob diese Funktion eingerichtet ist, und schalten Sie sie aus, wenn Sie Ihre Ausgaben selbst begrenzen möchten.
Kann Ihr Handy im gewählten Netz telefonieren?
Auch ein Handy ohne Internet-Flat braucht passende Mobilfunktechnik für Anrufe. Bei vielen LTE-Geräten laufen Anrufe über VoLTE, also über das LTE-Netz. Manche Geräte ohne VoLTE greifen für Gespräche auf 2G zurück.
Die Bundesnetzagentur nennt als geplante Abschalttermine für 2G den 30. Juni 2028 bei der Telekom, Ende September 2028 bei Vodafone und Ende 2028 bei Telefónica. Prüfen Sie deshalb vor einem Tarifwechsel beim Hersteller oder Anbieter, ob genau Ihr Handymodell im betreffenden Netz VoLTE unterstützt. Dafür brauchen Sie nicht automatisch eine Daten-Flat. Ihr Handy muss aber für Sprachanrufe mit dem Netz des Anbieters kompatibel sein.