Lädt Ihr Smartphone Fotos automatisch in einen Cloud-Speicher, verbraucht das unterwegs Datenvolumen. Der Verbrauch hängt davon ab, wie groß und wie zahlreich Ihre Fotos und Videos sind und welche Sicherungseinstellungen Sie nutzen. Einen festen Verbrauch pro Foto gibt es nicht.
Anhand der Dateigrößen Ihrer Bilder können Sie Ihren monatlichen Verbrauch grob berechnen. Bei einem begrenzten Datenpaket beschränken Sie Foto-Uploads am einfachsten auf WLAN und schließen Video-Uploads über Mobilfunk aus.
Datenverbrauch von Foto-Uploads schätzen
Notieren Sie für eine erste Schätzung, wie viele Fotos Sie hochladen und wie groß die Dateien sind. Addieren Sie die Dateigrößen der Fotos, die Sie in diesem Zeitraum hochladen möchten. Die Anzeige auf dem Smartphone oder beim Mobilfunkanbieter kann davon abweichen. Um genauer zu schätzen, prüfen Sie die Dateigröße einiger Originalfotos. In Google Fotos finden Sie diese in den Sicherungsdetails einzelner Bilder. Videos rechnen Sie zusätzlich anhand ihrer Dateigröße ein. Ein noch ausstehender erster Upload belastet Ihr Datenpaket stark, wenn viele ältere Aufnahmen auf einmal gesichert werden. Prüfen Sie deshalb vor der Reise den Sicherungsstatus und laden Sie einen Rückstand möglichst im WLAN hoch.
Was die Dateigröße verändert
Auflösung, Dateiformat und Bearbeitung beeinflussen, wie groß eine Aufnahme ist. Apple zufolge benötigen HEIF-Fotos und HEVC-Videos bei vergleichbarer Bildqualität weniger Speicherplatz als JPEG beziehungsweise H.264. Daraus lässt sich aber keine feste Dateigröße für ein einzelnes Foto ableiten.
Auch die Qualitätseinstellung des Cloud-Dienstes zählt. Google Fotos bietet beispielsweise „Originalqualität“, bei der die aufgenommene Auflösung erhalten bleibt, und „Speicherplatz sparen“. Bei letzterer Einstellung werden Fotos über 16 Megapixel auf 16 Megapixel und Videos über 1080p auf 1080p verkleinert. Wo Google die Option „Express“ anbietet, werden Fotos über 3 Megapixel auf 3 Megapixel und Videos über 480p auf 480p reduziert. Die tatsächliche Ersparnis hängt von den Dateien ab. Wie viel Mobilfunkdaten Sie dadurch sparen, lässt sich nicht allein aus der kleineren Dateigröße in der Cloud ableiten. Die Ersparnis fällt je nach Aufnahme anders aus.
Foto-Uploads auf WLAN beschränken
Die verfügbaren Einstellungen unterscheiden sich je nach Dienst und Gerät. Prüfen Sie auch, ob der Dienst neben Fotos Videos oder weitere Ordner auf Ihrem Gerät sichert.
| Dienst und Gerät | Einstellung für weniger Mobilfunkverbrauch |
|---|---|
| Google Fotos auf Android | Öffnen Sie Profilbild → Fotos-Einstellungen → Sicherung → Nutzung mobiler Daten. Dort können Sie ein tägliches Limit festlegen, Video-Uploads über mobile Daten ausschalten und Sicherungen im Roaming deaktivieren. |
| OneDrive auf dem iPhone | Lassen Sie unter Einstellungen → Kamera-Upload → Upload über Mobilfunkdaten die Mobilfunkoption ausgeschaltet, wenn OneDrive nur über WLAN hochladen soll. OneDrive weist darauf hin, dass iOS Hintergrund-Uploads verzögern kann. Schließen Sie die App deshalb nicht zwangsweise, wenn die Sicherung noch läuft. |
| OneDrive auf Android | Prüfen Sie unter Einstellungen → Kamerasicherung, ob Uploads über WLAN und Mobilfunk erlaubt sind. Stellen Sie die Nutzung auf WLAN um. In diesem Bereich können Sie außerdem auswählen, welche Geräteordner gesichert werden und ob Videos dazugehören. |
Unter Einstellungen → Mobile Daten sehen Sie auf dem iPhone, wie viele mobile Daten einzelne Apps verbrauchen. Dort können Sie den Mobilfunkzugriff für Apps auch ausschalten. Apple nennt für iCloud-Fotos keine Einstellung, die den Dienst auf allen iOS-Versionen gezielt auf WLAN beschränkt. Der Datensparmodus kann Aktionen im Hintergrund und Synchronisierungen anhalten. Er stellt aber nicht zuverlässig sicher, dass iCloud-Fotos nur WLAN nutzt. Kontrollieren Sie nach Änderungen, ob die Mediathek vollständig gesichert wurde. Bei großen iCloud-Mediatheken empfiehlt Apple eine ununterbrochene WLAN-Verbindung.
Welcher Tarif zu Ihren Uploads passt
Ermitteln Sie zunächst Ihren sonstigen Verbrauch über einen vollständigen Abrechnungsmonat. Addieren Sie dazu den geschätzten Foto- und Video-Upload sowie einen Puffer. Planen Sie als Faustregel etwa 20 Prozent Reserve ein. Wie viel Sie tatsächlich brauchen, hängt von Ihrem Verbrauch ab.
Die Bundesnetzagentur meldete für 2025 einen durchschnittlichen Mobilfunkverbrauch von rund 8,4 GB pro aktivem SIM-Profil und Monat. Der Durchschnitt sagt nicht, wie viel Datenvolumen Sie persönlich für Fotos brauchen. Bei 8,4 GB sonstigem Verbrauch und 2,7 GB Foto-Uploads kommen Sie auf rund 11,1 GB, noch ohne zusätzlichen Puffer. Ihren Tarif sollten Sie nach dem eigenen Verbrauch auswählen.
Wenn Sie Foto-Backups auf WLAN beschränken und kaum andere mobile Daten nutzen, brauchen Sie dafür kein zusätzliches Datenvolumen. Laden Sie regelmäßig große Fotomengen, Videos oder RAW-Dateien mobil hoch, rechnen Sie diese Dateien einzeln ein und wählen Sie ein Paket, das den Upload zusätzlich zu Ihrem übrigen Verbrauch abdeckt. Wenn Sie unbegrenztes Datenvolumen buchen, prüfen Sie vor Reisen die Roamingbedingungen. In der EU kann auch bei solchen Tarifen ein Fair-Use-Limit für Daten im Roaming gelten. Außerhalb der EU gelten oft andere Regeln und Kosten.