Bei vielen klassischen SMS lohnt sich eine Flatrate, wenn ihr Aufpreis unter den Kosten für dieselben Nachrichten zum Einzelpreis liegt. Sie gilt meist nur für bestimmte SMS, etwa Standardnachrichten an deutsche Mobilfunknummern. Entscheidend sind daher die Zahl Ihrer SMS und die Tarifbedingungen.
WhatsApp- und iMessage-Nachrichten laufen über WLAN oder mobile Daten und brauchen keine SMS-Flatrate. Prüfen Sie, wie viele SMS Ihr Tarif berechnet und ob eine Flatrate bereits enthalten ist.
Wann sich eine SMS-Flatrate rechnet
Vergleichen Sie die Kosten für Ihre kostenpflichtigen SMS mit dem Aufpreis für die Flatrate. Wenn Sie ohnehin einen Tarif mit Telefonie oder Datenvolumen buchen möchten, zählt für den Vergleich vor allem der Aufpreis der Flat.
Ein Beispiel zeigt die O₂-Preisliste für Prepaid-Tarife, Stand März 2026. Dort kosten Standard-SMS im Basistarif 9 Cent pro Nachricht; eine SMS-Option kostet 9,99 Euro pro Monat.
| SMS pro Monat | Einzelabrechnung zu 9 Cent | Vergleich mit 9,99 Euro |
|---|---|---|
| 50 | 4,50 Euro | Einzelabrechnung ist günstiger |
| 100 | 9,00 Euro | Einzelabrechnung ist noch günstiger |
| 111 | 9,99 Euro | Beide Varianten kosten gleich viel |
| 112 | 10,08 Euro | Die Flat ist rechnerisch günstiger |
Diese Rechnung gilt nur für dieses Tarifbeispiel und für SMS, die die Option einschließt. Andere Tarife haben andere Preise oder enthalten bereits SMS. Bei der Telekom kosten SMS laut Preisliste für MagentaMobil Prepaid vom 19. Januar 2026 im Tarif Basic 9 Cent. Im Tarif M sind SMS in deutsche Netze mit 0 Euro ausgewiesen. In einem solchen Tarif bringt eine zusätzliche SMS-Option keinen eigenen Vorteil.
Auch ein größeres Paket kann günstiger sein, wenn Sie dessen weitere Leistungen nutzen. FONIC vergleicht beispielsweise einzeln abgerechnete SMS und Gesprächsminuten mit einer Allnet-Flat, die zusätzlich Datenvolumen enthält. Entscheidend ist, was Sie tatsächlich brauchen. Rechnen Sie nur Leistungen ein, für die Sie sonst ebenfalls zahlen würden.
Welche Nachrichten die SMS-Flatrate abdeckt
Eine SMS-Flat gilt nicht automatisch für jede Nachricht an jede Nummer. Prüfen Sie im Preisverzeichnis, ob die Option Standard-SMS in deutsche Mobilfunknetze umfasst und welche Ausnahmen gelten. Premium-SMS, Mehrwertdienste und Kurzwahlnummern können separat abgerechnet werden. Die Flat deckt kostenpflichtige Sonderdienste nicht automatisch ab.
Es macht außerdem einen Unterschied, ob Sie Ihr Handy im Ausland nutzen oder von Deutschland aus eine ausländische Nummer anschreiben. Roaming bedeutet, dass Sie Ihren deutschen Tarif nutzen, während Sie sich im Ausland aufhalten. Eine Flat kann laut Tarifbedingungen auch dort gelten, etwa in bestimmten EU-Ländern. Daraus folgt nicht, dass SMS von Deutschland an eine ausländische Rufnummer ebenfalls enthalten sind. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass für einzeln abgerechnete SMS ins EU-Ausland grundsätzlich eine Preisobergrenze von sechs Cent netto gilt. Bei speziellen Tarifen können eigene Preise gelten. Prüfen Sie deshalb den Preis für genau die Richtung, in die Sie schreiben.
Lange Texte können als mehrere SMS zählen. Die Telekom-Preisliste für MagentaMobil Prepaid nennt eine Länge von höchstens 160 Zeichen pro SMS; längere Nachrichten werden dort auf mehrere SMS aufgeteilt. Ob und wie das bei Ihrem Tarif berechnet wird, steht in dessen Preisbedingungen. MMS, also Nachrichten mit Medieninhalten über den Mobilfunkdienst, sollten Sie ebenfalls getrennt prüfen. Eine SMS-Flat schließt MMS nicht automatisch ein.
SMS und Messenger unterscheiden
SMS werden über den Mobilfunkdienst verschickt und können einzeln berechnet oder durch ein Tarifpaket abgedeckt sein. WhatsApp-Nachrichten benötigen eine Internetverbindung über WLAN oder mobile Daten. Eine SMS-Flat bezahlt die mobile Datennutzung nicht; dafür gelten die Bedingungen Ihres Datentarifs.
Auch iMessage verwendet WLAN oder mobile Daten. Apple zufolge zählen iMessages nicht zum SMS-, MMS- oder RCS-Kontingent des Mobilfunktarifs. RCS ist ein vom Mobilfunkanbieter bereitgestellter Nachrichtendienst mit Funktionen wie Lesebestätigungen und hochauflösenden Medien. Der Anbieter legt fest, wie RCS abgerechnet wird. Deshalb lässt sich RCS nicht allgemein mit WhatsApp vergleichen, und RCS ist nicht automatisch in jeder SMS-Flat enthalten.
Auf dem iPhone erscheinen iMessages blau, SMS/MMS und RCS grün. Die grüne Farbe allein verrät also nicht, ob eine Nachricht als SMS oder RCS verschickt wurde. Wenn Sie bei einer Nachricht unsicher sind, prüfen Sie die Einstellungen und Tarifbedingungen Ihres Geräts und Anbieters.
SMS-Verbrauch mit dem Flat-Aufpreis vergleichen
Sehen Sie in den letzten Rechnungen oder in der Nutzungsübersicht Ihres Anbieters nach, wie viele SMS kostenpflichtig abgerechnet wurden. Vergleichen Sie diesen Betrag mit dem zusätzlichen Preis der Flat. Berücksichtigen Sie SMS, die Ihr Tarif bereits einschließt, nicht als Kosten, die eine neue Option einsparen würde.
Eine Flat passt eher zu Ihnen, wenn Sie regelmäßig viele klassische SMS versenden, etwa an Kontakte, die keine Messenger nutzen, und die Option genau deren Nummern abdeckt. Schreiben Sie vor allem über Messenger, vergleichen Sie stattdessen die benötigte mobile Datenmenge und den Zugang zu WLAN. Wenn Ihr Tarif SMS bereits enthält, brauchen Sie dafür keine separate Flat.