iPhone mit Vertrag: Wann lohnt sich das Bundle?

Beim iPhone mit Vertrag zahlen Sie einen Mobilfunktarif mit meist mehrjähriger Laufzeit und bekommen das Gerät ohne Zuzahlung oder vergünstigt. Die monatliche Gebühr umfasst Tarif und Gerät. Ob sich das lohnt, zeigt der Vergleich mit dem Preis für Tarif und iPhone ohne Vertrag. Wer beide Zahlen gegenüberstellt, sieht schnell, was günstiger ist.

So rechnen Sie ein Bundle durch

Rechnen Sie zuerst die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit aus. Nehmen Sie die monatliche Gebühr des Bundles und multiplizieren Sie sie mit der Laufzeit. Dazu kommen eine mögliche Anschlussgebühr und eine eventuelle Zuzahlung für das Gerät. Das Ergebnis sind die Gesamtkosten des Bundles.

Diesen Betrag vergleichen Sie mit dem Kauf des iPhones zum Neupreis plus einem Tarif, den Sie separat abschließen. Auch hier rechnen Sie die Tarifkosten über denselben Zeitraum. Die Differenz zeigt, ob das Bundle günstiger ist oder ob Sie für die Bequemlichkeit der Ratenzahlung draufzahlen.

Ein Beispiel ohne konkrete Marktpreise: Liegt die monatliche Bundle-Gebühr deutlich über dem, was ein vergleichbarer Tarif ohne Gerät kostet, fließt die Differenz in die Finanzierung des iPhones. Ist diese Differenz über die Laufzeit höher als der Neupreis des Geräts, zahlen Sie mehr als bei einem Einzelkauf. Diese Rechnung zeigt: Bei vielen Angeboten lohnt sich das Bundle nur, wenn der Tarif selbst schon teuer wäre.

Wann sich das Bundle lohnt

Ein Bundle ist dann attraktiv, wenn Sie ohnehin einen Tarif mit viel Datenvolumen und hoher Geschwindigkeit benötigen. Wer beruflich viel unterwegs ist, regelmäßig streamt oder große Dateien über das Mobilfunknetz überträgt, zahlt für einen passenden Tarif auch ohne Gerät einen höheren Monatsbetrag. In diesem Fall ist die Differenz zum Bundle gering, und die Ratenzahlung für das iPhone schlägt kaum zu Buche.

Dazu kommt der psychologische Effekt der Ratenzahlung: Statt mehrere hundert Euro auf einmal auszugeben, verteilen Sie die Kosten auf zwei Jahre. Das hilft bei der Budgetplanung, auch wenn die Gesamtsumme am Ende höher ausfällt. Wer sein iPhone ohnehin alle zwei Jahre wechseln möchte, findet in einem Bundle außerdem eine einfache Struktur: Nach Ablauf der Laufzeit kann der Vertrag meist verlängert oder mit einem neuen Gerät neu abgeschlossen werden.

Ein weiterer Punkt ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Kurz nach dem Erscheinen eines neuen iPhone-Modells sind Bundles oft mit hohen Zuzahlungen verbunden. Einige Monate später sinken die Preise, weil die Nachfrage nachlässt und die Anbieter ihre Lager leeren wollen. Wer nicht sofort das neueste Modell braucht, wartet besser und spart dabei.

Wann der Einzelkauf besser passt

Wer wenig telefoniert, kaum Daten verbraucht und mit einem günstigen Tarif auskommt, fährt mit dem Kauf des iPhones plus separatem Tarif fast immer günstiger. Ein Prepaid-Tarif oder ein günstiger Vertrag ohne Gerät kostet deutlich weniger als die meisten Bundle-Angebote. Die Ersparnis über zwei Jahre gleicht den Neupreis des Geräts oft aus oder übertrifft ihn sogar.

Auch wer Wert auf Flexibilität legt, sollte auf ein Bundle verzichten. Mit einem eigenen Gerät können Sie den Anbieter jederzeit wechseln, wenn ein besserer Tarif auftaucht. Bei einem Vertrag mit mehrjähriger Laufzeit sind Sie an den Anbieter gebunden. Ein vorzeitiger Wechsel kostet in der Regel eine Gebühr, und das iPhone müssen Sie trotzdem weiter abbezahlen.

Ein Sonderfall ist das Mieten von Smartphones. Eine Idealo-Analyse zeigt: Die Summe, die man über zwölf Monate für die Miete zahlt, ist in etlichen Fällen nur wenig niedriger als der Kauf zum Neupreis. Mieten lohnt sich daher nur für kurzfristige Bedürfnisse: eine Action-Cam für den Urlaub, einen Beamer für ein Großereignis oder das Testen eines neuen iPhones für ein bis drei Monate mit anschließender Rückgabe. Für den dauerhaften Gebrauch ist Mieten die teuerste Variante.

Versteckte Kosten im iPhone-Bundle

Beim Vergleich von Bundle-Angeboten fallen einige Posten leicht unter den Tisch. Die Anschlussgebühr wird oft erst im Kleingedruckten sichtbar, manche Anbieter erlassen sie jedoch bei Online-Abschluss. Auch die Zuzahlung für das Gerät variiert stark: Mal ist sie null, mal mehrere hundert Euro, je nach Modell und Tarifhöhe. Diese Einmalzahlungen gehören in die Gesamtrechnung.

Ein weiterer Punkt ist die Tarifausstattung. Manche Bundles enthalten mehr Datenvolumen, als Sie tatsächlich verbrauchen. Wenn Sie im Monat nur wenige Gigabyte nutzen, zahlen Sie für Leistung, die Sie nicht brauchen. Prüfen Sie Ihren bisherigen Verbrauch in den Einstellungen Ihres aktuellen Smartphones oder in der App Ihres Anbieters, bevor Sie sich festlegen.

Prüfen Sie auch die Konditionen nach Ablauf der Laufzeit. Viele Verträge verlängern sich automatisch um zwölf Monate, wenn Sie nicht rechtzeitig kündigen. Die monatliche Gebühr bleibt dann oft gleich, obwohl das iPhone längst abbezahlt ist. Ein Wechsel zu einem günstigeren Tarif oder eine Kündigung zum richtigen Zeitpunkt spart hier bares Geld.