Mobiles Internet: Tarife und Techniken im Überblick
Die monatlichen Kosten und die tatsächliche Geschwindigkeit eines Handyvertrags hängen von zwei Dingen ab: den Vertragsbedingungen und der Technik dahinter.
Die Mindestlaufzeit beträgt höchstens 24 Monate. Danach gilt eine monatliche Kündigungsfrist. Wird die versprochene Geschwindigkeit nicht erreicht, haben Sie Anspruch auf Preisminderung oder vorzeitige Kündigung.
Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist
Laut Verbraucherzentralen gilt für Telefon- und Internetverträge eine maximale Mindestlaufzeit von 24 Monaten. Nach Ablauf dieser Zeit besteht eine monatliche Kündigungsfrist. Nach zwei Jahren können Sie den Vertrag also monatlich kündigen und den Anbieter wechseln.
Seit dem 1. Dezember 2021 gilt die Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG). Sie verbessert die Kundenrechte bei Telefon- und Internetverträgen. Prüfen Sie vor dem Vertragsabschluss, ob die Mindestlaufzeit tatsächlich 24 Monate beträgt und ob der Anbieter eine kürzere Laufzeit anbietet.
Mindestgeschwindigkeit und Ihre Rechte
Unabhängig von der Technik im Hintergrund haben Sie einen Anspruch auf eine Internetversorgung mit mindestens 15 Mbit/s im Download und 5 Mbit/s im Upload. Das ist der gesetzliche Mindeststandard, den Ihr Anbieter einhalten muss.
Wird die vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit nicht erreicht, haben Sie das Recht auf Preisminderung oder vorzeitige Kündigung. Das passiert nicht automatisch: Sie müssen den Mangel beim Anbieter melden und die Minderung oder Kündigung ausdrücklich verlangen. Messen Sie die Geschwindigkeit an mehreren Tagen und zu verschiedenen Zeiten, um ein verlässliches Bild zu bekommen.
Was LTE und 5G für Sie bedeuten
Die Mobilfunkstandards LTE (auch 4G genannt) und 5G bestimmen, welche Geschwindigkeiten Ihr Handy erreichen kann. Ihr Gerät muss den jeweiligen Standard unterstützen, und die Netzabdeckung an Ihrem Standort entscheidet, ob Sie ihn nutzen können. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt also von mehreren Faktoren ab, nicht nur vom Tarif.
Für die Vertragswahl zählt vor allem die zugesicherte Mindestgeschwindigkeit. Ein günstiger Tarif mit hoher beworbener Höchstgeschwindigkeit nützt wenig, wenn die Netzabdeckung an Ihrem Wohnort schwach ist. Fragen Sie vor dem Abschluss beim Anbieter nach, welche Geschwindigkeiten an Ihren üblichen Aufenthaltsorten realistisch sind.
Preiserhöhungen am Beispiel Vodafone
Preiserhöhungen bei laufenden Verträgen sind ein häufiger Streitpunkt. Vodafone hat seit Mai 2023 die Preise für Internet-Anschlüsse von Bestandskunden erhöht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hält diese Erhöhung für rechtswidrig und hat eine Sammelklage gegen Vodafone gestartet.
Wenn Sie von einer Preiserhöhung betroffen sind, beobachten Sie die Entwicklung und prüfen Sie, welche Rechte Sie haben. Kontaktieren Sie den Anbieter und prüfen Sie die Vertragsunterlagen genau.
Tarife richtig vergleichen
Vergleichsportale helfen bei der Suche nach einem passenden Tarif. Beim PC-WELT Handytarife-Vergleich geben Sie über ein Onlineformular Eckdaten zum gesuchten Tarif ein und verfeinern die Suche per Filter, etwa nach Datenvolumen, Gesprächsminuten oder Allnet-Flat.
Die ersten beiden Ergebnisse können verkaufte Platzierungen sein und sind dann eindeutig mit „Anzeige" gekennzeichnet. Je nach Filtereinstellungen kann auch nur eine oder keine Platzierung als Anzeige hervorgehoben sein. Prüfen Sie daher auch die weiteren Ergebnisse, um einen unabhängigen Vergleich zu erhalten.