Den richtigen Mobilfunktarif finden
Der passende Mobilfunktarif hängt von drei Dingen ab: Ihrem Datenverbrauch, der Netzabdeckung an Ihren Aufenthaltsorten und den Vertragsbedingungen. Der Tarif-Kompass hat 111 Mobilfunktarife analysiert und nach Preis-Leistungs-Verhältnis geordnet. Weder der günstigste noch der teuerste Tarif ist automatisch der beste. Entscheidend ist, dass Datenmenge, Netz und Vertrag zu Ihrem Alltag passen.
So vergleicht der Tarif-Kompass
Der Tarif-Kompass vergleicht klassische Vertragstarife, flexible Monatstarife und Prepaid-Angebote. Er ordnet die Tarife nach Preis-Leistungs-Verhältnis und unterscheidet drei Nutzertypen: Wenignutzer, Durchschnittsnutzer und Vielnutzer. Für jeden Typ zeigt er, welche Datenmenge und Ausstattung sinnvoll ist.
Aktuelle Aktionen zeigen, wie stark die Preise schwanken können. Ein Tarif mit großem Datenvolumen kostet im Angebot 12,99 Euro pro Monat statt regulär 29,99 Euro. Die Anschlussgebühr von 19,99 Euro entfällt. Dazu gehören eine 5G-Internet-Flatrate, eine Allnet-Flat in deutsche Fest- und Mobilfunknetze, eine SMS-Flat und EU-Roaming. Wer noch mehr Daten braucht, kann bei einigen Tarifen unbegrenztes Datenvolumen gegen einen Aufpreis aktivieren. Auch DSL-Anschlüsse bietet der Tarif-Kompass ab 19,99 Euro pro Monat an.
Die vier Netze und ihre Unterschiede
In Deutschland gibt es vier große Mobilfunknetze: Telekom (D1), Vodafone (D2), Telefónica (O2) und 1&1. 1&1 nutzt derzeit das Vodafone-Netz per nationalem Roaming und baut parallel ein eigenes Netz auf.
Die Netzabdeckung unterscheidet sich spürbar zwischen den Anbietern. Telekom und Vodafone decken in vielen Regionen mehr Fläche ab als Telefónica. Das ist vor allem für Menschen in ländlichen Gebieten oder mit häufigen Reisen wichtig. Bevor Sie einen Tarif wählen, prüfen Sie die Netzabdeckung an Ihren wichtigsten Orten, etwa an Wohnort, Arbeitsplatz und auf Ihren üblichen Strecken.
Ein häufiger Irrtum: Günstige Angebote von Drittanbietern bedeuten schlechtere Netzqualität. Das stimmt nicht. Jeder Tarif nutzt letztlich eines der vier großen Netze. Der Unterschied liegt im Preis, im Service und in den Vertragsbedingungen. Die Funkqualität hängt vom jeweiligen Netz ab, nicht vom Markennamen des Anbieters.
Welcher Tarif zu Ihrem Nutzungsprofil passt
Wenignutzer kommen mit wenig Datenvolumen aus. Wer hauptsächlich telefoniert, Nachrichten schreibt und gelegentlich im Internet surft, fährt mit einem Prepaid-Tarif oder einem kleinen Vertrag gut. Durchschnittsnutzer streamen Musik und Videos, nutzen Navigation und soziale Medien. Für sie ist ein mittleres Datenvolumen pro Monat eine gute Wahl. Vielnutzer, die täglich streamen, große Dateien laden oder unterwegs arbeiten, brauchen viel Datenvolumen, im Zweifel unbegrenztes Datenvolumen.
Der Favorit des Tarif-Kompass ist der sparSIM S von Sparhandy mit 5G. Ein mittleres Paket deckt den Alltag der meisten Nutzer ab, ohne dass Sie für ungenutzte Gigabyte zahlen.
Aktionspreise und Treueangebote richtig prüfen
Aktionen sind zeitlich begrenzt. Das Angebot auf der Tarif-Kompass-Seite galt nur bis zu einem bestimmten Datum, danach gelten wieder die regulären Preise. Prüfen Sie vor Abschluss, ob der angegebene Preis dauerhaft gilt oder nur für die ersten Monate. Auch die Anschlussgebühr und mögliche Zusatzkosten für die SIM-Karte oder den Versand sollten Sie in den Gesamtpreis einrechnen.
Ein weiterer Fallstrick sind Treueangebote. Mobilfunkanbieter rufen Kunden an und versprechen einen Rabatt für die Vertragsverlängerung. Dieser Anruf führt häufig zu einer Vertragsverlängerung oder einem Wechsel in einen teureren Tarif. Ein echter Treuerabatt bleibt dabei oft aus. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und verlangen Sie das Angebot schriftlich, bevor Sie zustimmen.
Die 2G-Abschaltung und Ihr Gerät
Die Mobilfunkanbieter planen, das 2G-Netz abzuschalten. Das betrifft nicht nur ältere Handys, sondern auch Notrufsysteme und IoT-Geräte. IoT-Geräte sind vernetzte Geräte wie Sensoren oder Alarmanlagen, die über 2G kommunizieren. Wenn Sie ein älteres Gerät nutzen, das nur 2G oder 3G unterstützt, sollten Sie rechtzeitig auf ein 4G- oder 5G-fähiges Modell umsteigen. Der genaue Zeitpunkt der Abschaltung steht noch nicht fest, aber die Vorbereitung lohnt sich, damit Sie nicht ohne Netz dastehen.