Handytarife vergleichen und Kosten sparen
Wer einen neuen Handyvertrag sucht, hat viele Tarife zur Auswahl. Das Datenvolumen ist der wichtigste Unterschied: Wer regelmäßig Videos streamt oder unterwegs arbeitet, braucht mehr Daten als jemand, der nur gelegentlich E-Mails liest. Discounter sind oft günstiger als große Netzbetreiber.
Tarif nach Datenvolumen wählen
Bevor Sie Tarife vergleichen, sollten Sie Ihren eigenen Verbrauch kennen. Die meisten Tarife unterscheiden sich vor allem in der Datenmenge pro Monat. Wer ständig online ist, zum Beispiel für Navigation, Streaming oder Homeoffice, sollte einen Tarif mit 20 oder 25 Gigabyte wählen. Wer nur gelegentlich Nachrichten liest und telefoniert, kommt mit 2 bis 5 Gigabyte aus.
Ein Blick auf die eigenen Verbrauchsdaten hilft: Die meisten Smartphones zeigen an, wie viel Datenvolumen Sie in den letzten Monaten verbraucht haben. Diese Zahl ist die Grundlage für den Tarifvergleich. Wer unsicher ist, wählt lieber etwas mehr Volumen, als nachträglich teuer nachzukaufen.
Discounter statt großer Netzbetreiber
Sie müssen nicht zwingend einen Vertrag bei Telekom, Vodafone, O2 oder 1&1 abschließen. Mobile Discounter wie Ja!Mobil, Yourfone oder Otelo nutzen die gleichen Netze, bieten aber oft günstigere Preise. Die Netzqualität ist dabei meist identisch, weil die Discounter die Infrastruktur der großen Anbieter mitbenutzen.
Konkrete Beispiele zeigen die Preisspanne: Ja!Mobil bietet einen Prepaid-Tarif mit 25 Gigabyte für 9,77 Euro pro Monat im Telekom-Netz. Yourfone hat eine Allnet-Flat mit 20 Gigabyte für 6,99 Euro pro Monat bei einer Laufzeit von 24 Monaten im 1&1-Netz. Für 5,99 Euro gibt es bei Yourfone eine Allnet-Flat mit 10 Gigabyte. Otelo bietet mit dem Smart S einen Prepaid-Tarif mit 2 Gigabyte für 5,38 Euro pro Monat im Vodafone-Netz.
Diese Preise zeigen: Discounter sparen oft mehrere Euro pro Monat gegenüber vergleichbaren Tarifen der großen Anbieter. Dafür fehlen Extras wie ein eigener Ladenservice oder besondere Serviceleistungen, die bei den großen Anbietern im Preis enthalten sind.
Flexible Prepaid-Tarife nutzen
Viele Discounter bieten Prepaid-Tarife an, die Sie monatlich kündigen können. So bleiben Sie flexibel, wenn sich Ihr Bedarf ändert oder ein besserer Tarif auf den Markt kommt. Prepaid bedeutet: Sie laden Ihr Guthaben im Voraus auf und haben keine Vertragsbindung.
Ein Nachteil von Prepaid: Sie müssen das Guthaben regelmäßig aufladen und bekommen bei manchen Anbietern keine monatliche Rechnung mit detaillierter Aufstellung. Dafür gibt es keine ungewollte Vertragsverlängerung. Wer flexibel bleiben will, ist mit Prepaid gut beraten.
Abrechnung im 4-Wochen-Rhythmus
Einige Anbieter haben ihre Abrechnung von einem Monat auf vier Wochen umgestellt. Das klingt harmlos, hat aber eine finanzielle Folge: Statt zwölf Zahlungen pro Jahr fallen dann dreizehn an, weil vier Wochen nicht exakt einem Monat entsprechen. Dadurch steigen die Jahreskosten um etwa acht Prozent, auch wenn der monatliche Preis gleich aussieht.
Prüfen Sie bei jedem Tarif, ob die Abrechnung kalendermonatlich oder im 4-Wochen-Rhythmus erfolgt. Diese Information steht meist in den Vertragsunterlagen oder auf der Website des Anbieters. Ein Tarif, der auf den ersten Blick günstig wirkt, kann durch den 4-Wochen-Rhythmus teurer werden als ein vergleichbares Angebot mit monatlicher Abrechnung.
Treueangebote genau prüfen
Wenn Ihr aktueller Vertrag ausläuft, erhalten Sie oft ein sogenanntes Treueangebot von Ihrem Anbieter. Diese Angebote sind häufig keine echten Vergünstigungen, sondern Vertragsverlängerungen oder Umstellungen auf teurere Tarife. Der Anbieter verlängert die Laufzeit um weitere 24 Monate und bietet dafür eine scheinbar reduzierte Monatsgebühr, die aber oft über dem liegt, was ein neuer Kunde bei einem Discounter zahlt.
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Vergleichen Sie das Treueangebot immer mit den aktuellen Tarifen auf dem Markt, bevor Sie zustimmen. Wenn Sie unsicher sind, lehnen Sie das Angebot ab und suchen Sie sich einen neuen Tarif. Ihr bestehender Vertrag darf nur geändert werden, wenn Sie darüber informiert wurden und zugestimmt haben.
Die 2G-Abschaltung
Die Mobilfunkanbieter planen, das 2G-Netz abzuschalten. Das betrifft ältere Handys, die nur 2G unterstützen, sowie Notruf- und IoT-Systeme, die auf dieses Netz angewiesen sind. Wenn Sie ein älteres Gerät nutzen, prüfen Sie, ob es nach der Abschaltung noch funktioniert. In vielen Fällen ist ein Wechsel zu einem neueren Gerät notwendig.
Für den Tarifvergleich bedeutet das: Achten Sie darauf, dass Ihr Tarif und Ihr Gerät auch nach der 2G-Abschaltung noch nutzbar sind. Die meisten aktuellen Smartphones unterstützen 4G und 5G, sodass die Abschaltung für Sie keine Rolle spielt. Wer aber ein älteres Zweitgerät oder ein Notrufgerät betreibt, sollte sich frühzeitig informieren.