Handytarife für Vielstreamer im Vergleich

Wer unterwegs Serien schaut, Musik streamt oder lange Autofahrten mit Videos überbrückt, braucht vom Handytarif zwei Dinge: genug Datenvolumen für den hohen Verbrauch und ein Netz, das die Daten zuverlässig überträgt. Videos verbrauchen je nach Auflösung sehr unterschiedlich viel Datenvolumen, Musik dagegen kaum.

Entscheidend sind also zwei Fragen: Wie viele Gigabyte brauchst du wirklich, und wie gut ist die Netzqualität auf den Strecken, die du regelmäßig nutzt?

So viel Datenvolumen du wirklich brauchst

Die Bildauflösung bestimmt den Datenverbrauch. Je höher die Auflösung, desto mehr Daten kommen pro Sekunde beim Smartphone an. Bei der sparsamsten Stufe, der Standardauflösung 480p, ist der Verbrauch deutlich geringer. Auf dem kleinen Smartphonebildschirm fällt das meist nicht auf. Wenn du die höhere Qualität wählst, brauchst du deutlich mehr Volumen. Einzelne Video-Episoden machen dann schnell einen großen Teil des Monatsbudgets aus.

Musikstreaming verbraucht dagegen wenig Daten. Zusammen mit Text, Nachrichten und sozialen Apps fällt es bei der Tarifwahl kaum ins Gewicht. Wenn du überwiegend Musik hörst, kommst du mit einem kleinen bis mittleren Tarif aus. Wenn du täglich ein paar Videos oder Serien schaust, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, solltest du großzügig planen und die Streamingqualität in den Apps im Blick behalten.

Um deinen eigenen Bedarf einzuschätzen, hilft der Datenverbrauch im Handy. iOS und Android zeigen in den Dateneinstellungen den Verbrauch der letzten Wochen. Aus diesem Wert lässt sich der ungefähre Volumenbedarf ableiten: eine Episode Video am Tag, etwa zwei Stunden Musik pro Woche oder ein komplettes Wochenende ohne WLAN. Es lohnt sich, lieber etwas mehr Volumen zu buchen, als den Tarif zu strapazieren.

Warum die Netzqualität über den Stream entscheidet

Das Datenvolumen bestimmt die Menge, das Mobilfunknetz bestimmt, ob der Stream flüssig ankommt. Ein Tarif mit sehr vielen Gigabyte bringt wenig, wenn die Verbindung im Zug abbricht oder die Wiedergabe in einer Bahnunterführung stockt. Für Streaming kommt es darauf an, dass die Verbindung unterwegs stabil und schnell genug ist. Ob der Anbieter 5G bewirbt, sagt darüber wenig aus.

In Deutschland nutzen die meisten Anbieter eines der drei großen Netze: das Telekomnetz, das Vodafone-Netz oder das O2-Netz. Wenn du einen Tarif bei einem Discounter oder Prepaid-Anbieter wählst, läuft dein Tarif über eines dieser drei Netze. Die Wahl des Netzes entscheidet, welcher Anbieter in deiner Umgebung, bei der Arbeit und auf deiner typischen Pendelstrecke den besseren Empfang bietet. Netzabdeckungskarten der Anbieter helfen, sind aber oft optimistisch. Besser sind deine eigenen Erfahrungen aus deinem Umfeld oder Gespräche mit Kollegen.

Achte auch auf den Tarif: Eine Option, die die Datenbegrenzung oder die Wiedergabequalität anpasst, ist für Vielstreamer deutlich stressfreier. Diese Technik entscheidet, ob ein scheinbar günstiges Angebot im Alltag ankommt oder ob du sparen kannst.

Wenn Anbieter die Streaming-Qualität begrenzen

Datenvolumen und Netzqualität gehören zusammen. Viele Angebote werben mit hohen Datenvolumen, schränken aber die Geschwindigkeit ein oder begrenzen die Übertragung auf einen speziellen Streaming-Tarif. Deshalb solltest du darauf achten, ob die Videos auf deinem Handy in voller Qualität über das mobile Netz kommen oder ob der Anbieter nur in niedriger Auflösung streamt.

In den Apps kannst du ein Limit einstellen. So bestimmst du selbst die Balance zwischen Datenverbrauch und Qualität.

So senkst du den Datenverbrauch

Mit einigen Einstellungen in den Apps lässt sich sehr viel Volumen sparen.

  • Lade bei WLAN vorher herunter. Lade Videos und Serien zu Hause im WLAN herunter, dann verbrauchst du unterwegs kein Datenvolumen.
  • Erzwing bei Videos die sparsame Qualität. Stelle in den Streaming-Apps die sparsame Qualität ein. Die Einstellungen dafür variieren bei YouTube oder Netflix.
  • Schau in den Datenverbrauch. Unter den Systemeinstellungen deines Smartphones siehst du den Datenverbrauch pro App.
  • Nutze die Offline-Funktion deiner Musik-App. Ein Playlist-Download über WLAN verbraucht unterwegs kein Volumen.

Diese Maßnahmen helfen bei der Planung und bei der Frage, ob eine teure Flatrate wirklich nötig ist.