Günstige Handyverträge für Schüler und Studenten
Schüler und Studenten mit kleinem Budget, die unterwegs Daten nutzen wollen, stehen vor der Wahl: Prepaid-Karte oder Handyvertrag mit Rabatt? Ob sich ein Vertrag lohnt, hängt vom Datenverbrauch, vom Budget und davon ab, ob Sie sich ein oder zwei Jahre binden möchten.
Junge-Leute-Tarife der Telekom und O2 senken die monatlichen Kosten, verlangen aber eine Mindestlaufzeit. Prepaid-Tarife sind flexibler, kosten pro Gigabyte aber oft mehr.
Prepaid oder Handyvertrag wählen
Prepaid bedeutet: Sie kaufen eine SIM-Karte, stecken sie ins Handy und laden Guthaben auf. Sie zahlen also im Voraus und können nicht mehr ausgeben, als auf der Karte ist. So behalten Sie Ihre Ausgaben im Griff. Es gibt keine Mindestlaufzeit, keine Kündigungsfrist und keine Bonitätsprüfung. Wenn das Guthaben aufgebraucht ist, laden Sie nach oder warten, bis Sie wieder Geld haben.
Ein Postpaid-Vertrag ist ein normaler Handyvertrag mit monatlicher Rechnung. Er läuft meist über einen längeren Zeitraum. Sie zahlen den Betrag jeden Monat, egal ob Sie das Datenvolumen nutzen oder nicht. Dafür bekommen Sie in der Regel mehr Datenvolumen für weniger Geld. Wenn Sie regelmäßig Videos streamen, viel Musik hören oder unterwegs lernen, ist ein Vertrag mit Junge-Leute-Rabatt oft günstiger als Prepaid.
Als Faustregel gilt: Wer nur wenig Daten verbraucht und keine Bindung eingehen möchte, fährt mit Prepaid gut. Wer viel Datenvolumen braucht und weiß, dass er den Tarif die nächsten zwei Jahre nutzen wird, sollte sich die jungen Tarife der Netzbetreiber ansehen.
Junge-Leute-Tarife
Die großen Anbieter haben eigene Tarife für junge Leute. O2 bietet Kunden zwischen 18 und 28 Jahren einen monatlichen Rabatt von bis zu 20 Euro und je nach Tarif doppeltes Datenvolumen. Die Telekom verkauft mit MagentaMobil Young günstige Tarife für Studenten und alle unter 28 Jahren. Der Rabatt bleibt während der gesamten Mindestlaufzeit bestehen. Der Preis steigt also nicht nach ein paar Monaten.
Diese Tarife sind normale Verträge mit Laufzeit. Je nach Anbieter müssen Sie Ihr Alter nachweisen, zum Beispiel mit dem Personalausweis. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich von Tarif zu Tarif. Prüfen Sie deshalb die aktuellen Konditionen auf den Anbieterseiten.
Diese Tarife lassen sich fast immer mit einem DSL-Vertrag desselben Anbieters kombinieren. Wenn Sie zu Hause bereits einen Internetanschluss bei der Telekom oder O2 haben, können Sie mit einem Kombi-Rabatt zusätzlich sparen.
Datenvolumen richtig einschätzen
Bevor Sie einen Tarif wählen, sollten Sie wissen, wie viel Daten Sie tatsächlich verbrauchen. Die einfachste Methode: Schauen Sie in den Einstellungen Ihres Smartphones nach dem aktuellen Verbrauch. Die meisten Geräte zeigen an, wie viele Gigabyte in den letzten Wochen genutzt wurden.
Der Verbrauch hängt stark von der Nutzung ab. Musikstreaming verbraucht weniger als Videostreaming. Wer täglich Videos auf dem Weg zur Uni schaut, braucht ein größeres Datenpaket. Wer sich hauptsächlich in WLAN-Netzen aufhält, zum Beispiel zu Hause oder in der Bibliothek, kommt mit einem kleinen Volumen oder einer Prepaid-Karte aus.
Achten Sie auch darauf, was passiert, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist. Bei vielen Tarifen wird die Geschwindigkeit stark gedrosselt, bei anderen können Sie kostenpflichtige Zusatzpakete buchen. Bei Prepaid ist das Ende des Guthabens eine natürliche Grenze: Ohne Aufladung gibt es keine Kosten.
Mindestlaufzeit und Kündigung verstehen
Die Mindestlaufzeit ist der wichtigste Unterschied zwischen Prepaid und Vertrag. Prepaid können Sie jederzeit beenden, indem Sie die SIM-Karte nicht mehr aufladen. Ein Vertrag bindet Sie für die vereinbarte Zeit, meist eine längere Laufzeit. Wenn Sie vorher kündigen möchten, zahlen Sie in der Regel eine Gebühr oder den Rest der monatlichen Beiträge.
Wer unsicher ist, ob der Tarif in einem Jahr noch passt, sollte sich überlegen, ob die Ersparnis die fehlende Flexibilität wert ist. Ein Junge-Leute-Tarif ist günstig, aber wenn Sie nach dem Studium in eine andere Stadt ziehen oder weniger Daten brauchen, sitzen Sie erst einmal fest. Prepaid ist die flexiblere Wahl, kostet aber pro Gigabyte mehr.
Ein praktischer Tipp: Setzen Sie sich eine Erinnerung für das Ende der Mindestlaufzeit. Viele Verträge verlängern sich automatisch, wenn Sie nicht rechtzeitig kündigen. Eine Notiz im Kalender hilft, teure Weiterläufe zu vermeiden.
Kostenfallen vermeiden
Die größte Gefahr bei Verträgen sind Kosten durch Unaufmerksamkeit. Dazu gehören automatische Verlängerungen, teure Zusatzoptionen und Datenverbrauch im Ausland. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss, ob Roaming-Gebühren anfallen, wenn Sie in andere EU-Länder reisen. Innerhalb der EU sind die Roaming-Gebühren abgeschafft. Es gibt aber Fair-Use-Regeln, die bei sehr hohem Verbrauch im Ausland Kosten auslösen können.
Bei Prepaid haben Sie diese Probleme kaum. Sie laden nur so viel Guthaben auf, wie Sie ausgeben möchten. Mehr ausgeben können Sie dann nicht. Wenn Sie dazu neigen, das Datenvolumen schnell zu verbrauchen, können Sie in den Handy-Einstellungen ein Limit einrichten. Das Smartphone warnt Sie dann, bevor Sie teure Zusatzpakete buchen.