Wenigtelefonierer: Reicht ein Minutenpaket statt Allnet-Flat?

Wer nur selten telefoniert, zahlt mit einer Allnet-Flat oft für Leistungen, die er gar nicht nutzt. Bei einer Allnet-Flat zahlen Sie einen festen Monatsbetrag und telefonieren unbegrenzt in alle deutschen Netze. Wer im Monat nur wenige Minuten spricht, findet mit einem Minutenpaket oder einem Prepaid-Tarif meist deutlich günstigere Alternativen. Ob das reicht, hängt von drei Fragen ab: wie viele Minuten Sie wirklich sprechen, ob Sie mobiles Internet brauchen und ob Sie erreichbar sein müssen.

Was eine Allnet-Flat kostet

Eine Allnet-Flat kostet einen festen monatlichen Grundpreis, egal wie viel Sie telefonieren. Der Vorteil: Sie wissen am Monatsanfang, was der Monat kostet. Eine Abrechnung nach Minuten gibt es nicht. Für Wenigtelefonierer ist das aber teuer. Wer nur gelegentlich kurz durchruft, bezahlt für unbegrenzte Gespräche, die er nie führt. Wer nur ein einfaches Handy nutzt und kaum Daten verbraucht, braucht keine Allnet-Flat mit großem Datenvolumen.

Wann sich Minutenpakete lohnen

Ein Minutenpaket enthält eine feste Anzahl Gesprächsminuten pro Monat. Diese Minuten sind im Paketpreis enthalten. Überschreiten Sie das Kontingent, werden weitere Minuten einzeln abgerechnet. Ein Minutenpaket lohnt sich, wenn Ihr Verbrauch einigermaßen stabil ist und Sie das Kontingent regelmäßig ausschöpfen. Prüfen Sie vorher, ob nicht genutzte Minuten verfallen oder ins nächste Monat übertragen werden. Ein kleines, passendes Paket kostet weniger als eine Flat, solange Sie das Kontingent nicht deutlich überschreiten.

Wann Prepaid günstiger ist

Wer sehr unregelmäßig telefoniert, ist mit Prepaid oft am besten beraten. Bei Prepaid-Tarifen laden Sie Guthaben auf und zahlen nur die Gespräche, die Sie tatsächlich führen. Es gibt SIM-only-Tarife ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz. Sie zahlen keine Pauschale für eine Allnet-Flat, Frei-Minuten oder ein Internet-Paket. Sie zahlen nur den tatsächlichen Verbrauch. In seltenen Fällen sind kleinere Nutzungskontingente kostenlos enthalten. Für ein Zweit- oder Notfallhandy reicht ein solcher Tarif in der Regel völlig aus, weil keine monatliche Belastung entsteht.

Welcher Tarif passt?

Bevor Sie einen Tarif wählen, prüfen Sie in Ihrer Rechnung oder in der App Ihres Anbieters, wie viele Minuten Sie in den letzten Monaten gesprochen haben. Daraus ergeben sich drei typische Fälle:

  • Wer nur wenige Minuten im Monat spricht und kaum Daten braucht, kommt mit einem Prepaid-Tarif ohne Grundgebühr am günstigsten weg.
  • Wer regelmäßig telefoniert, aber nicht unbegrenzt, findet in einem kleinen Minutenpaket meist die passende Lösung.
  • Wer mobiles Internet für Messenger oder Navigation braucht, muss auf Datenvolumen im Tarif achten. Sonst wird die Datennutzung teuer.

Und dann ist da noch die Frage, ob Sie erreichbar sein müssen. Wenn Sie das Handy nur als Zweitgerät oder für Notfälle mitführen, genügt ein Prepaid-Tarif. Sie laden nur auf, wenn Sie telefonieren müssen.

Unnötige Pauschalen vermeiden

Viele Tarife bündeln Allnet-Flat, Datenvolumen und SMS zu einem Paket. Für Wenigtelefonierer sind diese Pakete oft größer als nötig. Prüfen Sie, ob Sie die Bausteine auch einzeln buchen können, etwa nur Datenvolumen ohne Telefonflat. Achten Sie außerdem auf versteckte Kosten: Manche günstigen Tarife verlangen eine Anschlussgebühr oder eine Mindestvertragslaufzeit. Der Tarif lohnt sich dann erst nach ein oder zwei Jahren. Ein Tarifrechner, der alle deutschen Netze vergleicht, findet den günstigsten Anbieter für Ihr Nutzungsprofil. Vergleichen Sie nicht nur den Grundpreis. Prüfen Sie auch, was bei Überschreitung des Minutenkontingents passiert und ob Sie den Tarif monatlich kündigen können.