Netz und Empfang

Der beste Zeitpunkt für den Verkauf Ihres alten Handys

Verkaufen Sie Ihr altes Handy so früh wie möglich, solange es aktuell wirkt und wenig Gebrauchsspuren hat. Wer wartet, bis das Modell mehrere Jahre alt ist oder der Akku spürbar nachlässt, bekommt deutlich weniger Geld. Der Verkauf lohnt sich besonders kurz bevor der Hersteller ein Nachfolgemodell vorstellt, denn dann fällt der Preis des Vorgängers meist spürbar.

Wann der Verkauf am meisten bringt

Ein Smartphone verliert in den ersten Monaten nach dem Kauf am meisten an Wert. Ein Gerät, das Sie ein halbes Jahr nach dem Kauf verkaufen, bringt noch einen guten Teil des Neupreises. Nach zwei Jahren sinkt der Preis deutlich, nach vier Jahren ist das Gerät für die meisten Ankäufer nur noch wenig wert. Wer sein Handy also verkaufen möchte, sollte nicht zu lange zögern, sondern den Verkauf einplanen, solange das Modell noch als aktuell gilt.

Ein guter Zeitpunkt ist auch der Moment, bevor ein neues Modell erscheint. Sobald der Hersteller ein Nachfolgermodell ankündigt, verlieren die älteren Geräte auf dem Gebrauchtmarkt an Wert, weil viele Verkäufer gleichzeitig ihr altes Handy anbieten. Wer sein Gerät vor dieser Ankündigung verkauft, bekommt in der Regel mehr Geld. Wer dagegen bis nach dem Erscheinen des neuen Modells wartet, muss sich auf niedrigere Angebote einstellen.

Wie Alter und Zustand den Preis bestimmen

Der Zustand des Geräts spielt beim Verkauf eine größere Rolle als das reine Alter. Ein zwei Jahre altes Handy mit unbeschädigtem Display, voller Akkukapazität und originaler Verpackung erzielt mehr als ein ein Jahr altes Gerät mit Kratzern und einem schwachen Akku. Käufer und Ankaufsportale bewerten vor allem sichtbare Schäden, den Akkuzustand und ob das Gerät vollständig ist, also mit Ladekabel und Verpackung.

Ein schwacher Akku ist ein häufiger Grund für niedrigere Angebote. Viele Ankaufsportale prüfen den Akkuzustand und ziehen den Wert ab, wenn die Kapazität stark gesunken ist. Auch ein gesprungenes Display oder Kratzer am Gehäuse mindern den Preis deutlich. Wer den Verkauf plant, sollte den Zustand ehrlich einschätzen und kleinere Mängel vorher benennen, sonst drohen nachträgliche Preisabzüge oder eine Rücksendung.

Was vor dem Verkauf zu tun ist

Vor dem Verkauf müssen Sie alle persönlichen Daten vom Gerät löschen. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Daten wie Kontakte, Fotos oder Bankzugänge sonst in falsche Hände geraten können. Ein Käufer könnte mit den gespeicherten Informationen zum Beispiel versuchen, Geld vom Bankkonto abzuheben. Auch Daten von Familie und Freunden können betroffen sein, wenn diese auf dem Handy gespeichert sind.

Jedes Smartphone hat eine eigene Funktion zum Löschen aller Daten. Bei iPhones finden Sie sie in den Einstellungen unter „Inhalte & Einstellungen löschen“, bei Android-Geräten meist unter „Auf Werkseinstellungen zurücksetzen“. Vor dem Löschen sollten Sie eine Sicherung Ihrer wichtigen Daten anlegen, etwa in der Cloud oder auf einem Computer. Danach setzen Sie das Gerät zurück und entfernen die SIM-Karte und die Speicherkarte, falls eine eingelegt ist.

Für den Verkauf selbst haben Sie zwei Möglichkeiten: den direkten Verkauf an eine Privatperson über Kleinanzeigen oder den Verkauf an ein Ankaufsportal. Ankaufsportale bieten den Vorteil, dass Sie den Preis vorab sehen und das Gerät einfach per Post verschicken können. Ein Preisvergleich zwischen mehreren Portalen lohnt sich, weil die Angebote je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen. Bei Privatverkäufen bekommen Sie oft etwas mehr Geld, müssen aber selbst für den Versand sorgen und mögliche Reklamationen klären.