Netz und Empfang

Altes Handy verkaufen: So geht’s am einfachsten

Ein altes Smartphone in der Schublade ist verschenktes Geld. Vor dem Verkauf müssen Sie alle persönlichen Daten zuverlässig löschen; sonst gelangen Fotos, Nachrichten, Kontakte oder Zugangsdaten in falsche Hände. Der Verkauf selbst ist unkompliziert, wenn Sie den passenden Verkaufsweg wählen und das Gerät vorbereiten.

Persönliche Daten dauerhaft löschen

Vor jedem Verkauf müssen Sie alle persönlichen Daten vollständig entfernen. Ein einfaches Löschen einzelner Dateien reicht nicht aus, weil sich die Daten oft wiederherstellen lassen. Die sichere Methode ist das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen. Dann ist das Gerät wieder so, wie es ab Werk ausgeliefert wurde.

Die Verbraucherzentrale erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Daten auf Smartphones, Tablets und Laptops dauerhaft löschen. Diese Anleitungen gibt es auch in Leichter Sprache, sodass sie für alle verständlich sind. Bevor Sie das Gerät zurücksetzen, sollten Sie Folgendes tun:

  • Erstellen Sie ein Backup aller Daten, die Sie behalten möchten, zum Beispiel in der Cloud oder auf einem Computer.
  • Melden Sie sich von allen Konten ab, etwa vom Google-Konto bei Android-Geräten oder von der Apple-ID bei iPhones.
  • Entfernen Sie die SIM-Karte und, falls vorhanden, eine Speicherkarte.
  • Deaktivieren Sie Funktionen wie „Mein iPhone suchen" oder „Gerät finden", da das Zurücksetzen sonst blockiert wird.

Erst danach setzen Sie das Gerät über die Einstellungen auf die Werkseinstellungen zurück. Bei den meisten Modellen finden Sie diese Option unter „System" oder „Allgemein" und dann „Zurücksetzen". Nach dem Zurücksetzen startet das Handy wie neu und enthält keine persönlichen Daten mehr.

Handy für den Verkauf vorbereiten

Mit einem sauberen und vollständigen Gerät erzielen Sie einen besseren Preis. Reinigen Sie das Handy außen mit einem weichen, leicht feuchten Tuch. Entfernen Sie Schutzfolien, wenn sie abgenutzt sind, und prüfen Sie, ob das Display Kratzer oder Risse hat. Auch der Akkuzustand ist vielen Käufern wichtig. Sie finden den Akkuzustand bei iPhones unter „Batterie" in den Einstellungen, bei vielen Android-Geräten unter „Akku" oder „Gerätewartung".

Sammeln Sie das Zubehör, das Sie noch haben: Ladekabel, Netzteil, Verpackung und Bedienungsanleitung. Ein Gerät mit Originalverpackung und Zubehör bringt meist mehr Geld als ein nacktes Handy. Wenn Sie die Rechnung noch besitzen, legen Sie sie dem Verkauf bei. Sie belegt das Kaufdatum und erhöht das Vertrauen der Käufer.

Den richtigen Verkaufsweg wählen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein altes Handy zu verkaufen. Die Wahl hängt davon ab, wie viel Aufwand Sie betreiben möchten und wie schnell Sie das Geld brauchen.

Der Privatverkauf über Kleinanzeigen-Portale bringt in der Regel den höchsten Preis, weil Sie direkt mit dem Käufer verhandeln. Der Aufwand ist aber größer: Sie müssen Anzeigen erstellen, auf Anfragen antworten und einen Termin für die Übergabe finden. Bei der Übergabe sollten Sie das Geld prüfen und das Gerät vor den Augen des Käufers einschalten. Bei einem Privatverkauf können Sie die gesetzliche Gewährleistung ausschließen, wenn Sie das im Vertrag oder in der Anzeige klar angeben.

Ankaufsportale und Trade-in-Dienste sind bequemer. Sie geben den Zustand des Geräts an, bekommen sofort einen Preisvorschlag und schicken das Handy ein. Nach der Prüfung wird der Betrag überwiesen. Der Preis liegt meist etwas niedriger als beim Privatverkauf, dafür sparen Sie sich Verhandlung und Versandrisiko. Viele Mobilfunkanbieter und Hersteller bieten auch einen Trade-in an, bei dem Sie das alte Gerät beim Kauf eines neuen in Zahlung geben.

Generalüberholte Geräte, sogenannte Refurbished-Geräte, sind ein eigener Markt. Wenn Sie ein gebrauchtes Handy kaufen möchten, bekommen Sie dort geprüfte Geräte mit Garantie. Beim Verkauf Ihres alten Geräts ist dieser Markt nur wichtig, wenn Sie an einen Händler verkaufen, der das Gerät aufbereitet und weiterverkauft.

Worauf Sie beim Verkauf achten sollten

Unabhängig vom Verkaufsweg sollten Sie ein paar Punkte beachten. Beschreiben Sie den Zustand des Geräts ehrlich. Verschweigen Sie Kratzer, Displayfehler oder einen schwachen Akku nicht. So vermeiden Sie spätere Reklamationen und Streitigkeiten.

Beim Privatverkauf sollten Sie die Gewährleistung ausschließen. Formulieren Sie in der Anzeige und im Kaufvertrag deutlich: „Verkauf unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung und Sachmängelhaftung." Damit schließen Sie als Privatperson die gesetzliche Gewährleistung aus, die sonst für gebrauchte Waren gilt. Bei Ankaufsportalen und Händlern gelten deren eigene Bedingungen, die Sie vor dem Verkauf lesen sollten.

Beim Versand wählen Sie einen versicherten Versand mit Sendungsverfolgung. So sind Sie abgesichert, falls das Paket verloren geht oder beschädigt ankommt. Bewahren Sie den Einlieferungsbeleg auf, bis der Kaufpreis auf Ihrem Konto ist.