Datenvolumen

Datenvolumen sparen am Smartphone

Wer einen Mobilfunktarif mit begrenztem Datenvolumen hat, kennt das Problem: Die Warnung vom Anbieter kommt oft, bevor der Monat halb vorbei ist. Der meiste Datenverbrauch entsteht nicht beim aktiven Surfen, sondern im Hintergrund – durch App-Updates, Cloud-Synchronisierung und automatisch abgespielte Videos.

Mit ein paar Grundeinstellungen und Gewohnheiten lässt sich der Verbrauch deutlich senken, ohne dass Sie auf Ihr Smartphone verzichten müssen.

Wo das Datenvolumen tatsächlich hingeht

Videostreaming verbraucht fast immer am meisten Daten. Wer auf Netflix oder ähnlichen Diensten schaut, verbraucht etwa 1 Gigabyte pro Stunde in Standardauflösung, 3 bis 4 Gigabyte in HD und bis zu 7 Gigabyte in 4K. Ein einzelner Film am Abend kann damit mehr verbrauchen als eine Woche normales Surfen.

Daneben fressen einzelne Apps erstaunlich viel. TikTok und Snapchat sind besonders datenhungrig und verbrauchen fast so viel wie Netflix in niedriger Auflösung. Wer täglich durch kurze Videos scrollt, sammelt schnell mehrere Gigabyte an.

Der Rest läuft im Hintergrund. App-Updates laden neue Versionen herunter, oft über das Mobilfunknetz, obwohl ein WLAN verfügbar ist. Cloud-Dienste synchronisieren Fotos und Dokumente, und manche Apps spielen Videos automatisch ab, sobald sie im Feed auftauchen. Zusammen ergibt das eine Menge, die viele Nutzer überrascht.

WLAN nutzen statt Mobilfunk

Der einfachste Weg, Datenvolumen zu sparen, ist, das Smartphone so oft wie möglich ins WLAN zu hängen. Zu Hause und im Büro sollten Updates, Downloads und Synchronisierungen über das heimische Netz laufen, nicht über den Mobilfunktarif. Viele Geräte ziehen Updates aber automatisch über die Mobilfunkverbindung, wenn das WLAN gerade nicht aktiv ist.

Sie können das umgehen, indem Sie große Downloads bewusst planen. Schalten Sie vor einem App-Update das WLAN ein und warten Sie, bis die Verbindung steht, bevor Sie das Update starten. Bei Cloud-Diensten wie Fotosicherung oder Dateiablage lohnt es sich, die Synchronisierung nur im WLAN zuzulassen. Die meisten Dienste bieten dafür eine Einstellung an, die die Übertragung nur bei WLAN-Verbindung erlaubt.

Hintergrunddaten einschränken

Am meisten sparen Sie, wenn Sie die automatischen Prozesse auf dem Smartphone begrenzen, etwa App-Updates, die sich so einstellen lassen, dass sie nur im WLAN geladen werden. Bei Android-Geräten finden Sie diese Option in den Einstellungen des App-Stores, bei iPhones unter den Einstellungen für automatische Updates. Die genauen Menüpunkte unterscheiden sich je nach Gerät und Version, die Funktion ist aber bei den meisten Modellen vorhanden.

Auch die automatische Videowiedergabe kostet Daten. In den Einstellungen von Social-Media-Apps wie TikTok, Instagram oder Facebook können Sie festlegen, dass Videos nur abgespielt werden, wenn Sie sie antippen. Das spart nicht nur Datenvolumen, sondern auch Akku.

Auch die Cloud-Synchronisierung verbraucht Daten im Hintergrund. Wenn Ihr Smartphone Fotos automatisch in die Cloud lädt, prüfen Sie, ob das wirklich jede Datei sein muss. Sie können die Synchronisierung auf WLAN beschränken oder bestimmte Ordner ausschließen.

Datensparmodus nutzen

Die meisten Smartphones haben inzwischen einen Datensparmodus oder eine ähnliche Funktion, die den Verbrauch reduziert. Bei Android-Geräten ist der Datensparmodus Teil der Netzwerkeinstellungen, bei iPhones gibt es vergleichbare Optionen unter den Mobilfunkeinstellungen. Der Modus schränkt die Datenübertragung im Hintergrund ein und lädt Bilder und Videos in reduzierter Qualität.

Der Datensparmodus lohnt sich vor allem unterwegs, wenn Sie erst wieder zu Hause ins WLAN kommen. Er verhindert, dass Apps im Hintergrund große Datenmengen laden, und reduziert die Qualität von Streaming-Inhalten. Wer den Modus dauerhaft aktiviert, spart zwar Daten, muss aber mit langsameren Ladezeiten und niedrigerer Bildqualität rechnen.

Offline-Downloads für Streaming und Karten

Wer regelmäßig Videos schaut oder navigiert, kann einen Teil des Verbrauchs ins WLAN verlagern. Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime oder Spotify bieten Offline-Downloads an. Sie laden Filme, Serien oder Musik, solange Sie im WLAN sind, und schauen oder hören sie später ohne Internetverbindung. Das verbraucht unterwegs kein Datenvolumen.

Auch Navigations-Apps wie Google Maps lassen sich für bestimmte Regionen offline nutzen. Sie laden die Karten im WLAN herunter und verwenden sie später ohne Verbindung. Das ist besonders auf Reisen praktisch, wenn das Mobilfunknetz teuer oder langsam ist.

Verbrauch prüfen und gezielt eingrenzen

Bevor Sie Einstellungen ändern, lohnt es, den tatsächlichen Verbrauch zu prüfen. Die meisten Smartphones zeigen in den Einstellungen an, welche Apps wie viel Daten verbraucht haben. Bei Android finden Sie diese Übersicht unter Datennutzung, bei iPhones unter Mobilfunkdaten. So sehen Sie auf einen Blick, welche App der größte Verbraucher ist, und können gezielt handeln.

Es hilft auch, den eigenen Verbrauch realistisch einzuschätzen: Bei moderater Nutzung des Smartphones kommt man mit wenigen Gigabyte im Monat aus. Wer regelmäßig streamt und in sozialen Netzwerken unterwegs ist, verbraucht entsprechend mehr. Wenn Ihr Tarif darunter liegt, lohnt sich die Kombination aus WLAN-Nutzung, Datensparmodus und eingeschränkten Hintergrunddaten.